Erzbischof Fernando Chica Arellano Erzbischof Fernando Chica Arellano  

Vatikan bei Pazifik-Konferenz: Innovation für Ernährungssicherheit

Die Bedeutung von Innovationen für die globale Ernährungssicherheit hat bei der 38. Sitzung der Regionalkonferenz für Asien und den Pazifik (APRC) in Brunei Darussalam der Vertreter des Heiligen Stuhls, Erzbischof Fernando Chica Arellano, hervorgehoben. In seinem Beitrag zur Förderung technischer Neuerungen im Zeitraum 2026-2027 mahnte er, dass Fortschritt kein Selbstzweck sein dürfe, sondern dem Schutz der Schwächsten dienen müsse.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Trotz des schnellen Wirtschaftswachstums in der Region stünden Lebensmittelproduzenten vor beispiellosen Schwierigkeiten. Erzbischof Chica Arellano nannte die zunehmende Urbanisierung, den Verlust der biologischen Vielfalt und die Degradation natürlicher Ressourcen als Faktoren, welche die Lebensgrundlage von Kleinbauern gefährden. Besonders die Abhängigkeit von der Landwirtschaft mache die Region verwundbar gegenüber extremen Wetterereignissen infolge des Klimawandels.

Vor diesem Hintergrund forderte der Erzbischof einen „Paradigmenwechsel, der auf der unveräußerlichen, von Gott gegebenen Menschenwürde gründet“. Ziel müsse es sein, dass alle Menschen, insbesondere Arme und Kleinkinder, permanenten Zugang zu gesunder und ausreichender Nahrung erhalten.

Innovation als gemeinschaftliche Aufgabe

Innovation bedeutet laut dem vatikanischen Diplomaten mehr als nur die Einführung neuer Technologien. Es gehe darum, bestehende Gewohnheiten zu hinterfragen und nachhaltige Praktiken sowie Strategien zur Ressourcenoptimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln. Dabei sei eine Zusammenarbeit zwischen Universitäten, staatlichen Institutionen und dem Privatsektor unerlässlich.

„Es ist notwendig, eine Wissenschaft im Dienst des Gemeinwohls zu fördern, damit Innovationen vorrangig den am stärksten Benachteiligten zugutekommen und die Umwelt schützen“, erklärte Chica Arellano. Nur so könne ein dauerhaftes Gleichgewicht zwischen dem Menschen und seinem Lebensraum entstehen.

Ausrichtung auf das Gemeinwohl

Der Heilige Stuhl betrachte den Fortschritt in Wissenschaft und Technik als Teil der Mitwirkung des Menschen an der Vervollkommnung der Schöpfung. Die eigentliche Herausforderung bestehe jedoch darin, diese Entwicklungen so zu leiten, dass die menschliche Würde im Vordergrund stehe.

Zum Abschluss drückte die Delegation des Heiligen Stuhls die Hoffnung aus, dass die Konferenz zu konkreten Maßnahmen führen werde. Der technische Fortschritt müsse stets im Dienst der gesamten Menschheit und einer ganzheitlichen menschlichen Entwicklung stehen.

(vatican news)

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23. April 2026, 12:35