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Beirut, im Süden Beirut, im Süden  (AFP or licensors)

Vatikan warnt vor Hunger durch Nahost-Konflikt

Der Heilige Stuhl hat vor wachsenden Risiken für die Ernährungssicherheit im Nahen Osten gewarnt. Bei einer FAO-Regionalkonferenz sagte Erzbischof Fernando Chica Arellano an diesem Montag, mehrere Krisen belasteten die Region und ihre Agrarsysteme schwer.

Der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei der FAO, der Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der UN, verwies auf Konflikte und extreme Klimaphänomene, „die eine wachsende Zahl von Menschen in Armut, Hunger und Ernährungsunsicherheit stürzen“. Steigende Energie- und Düngemittelkosten sowie unsichere Lieferketten erhöhten die Produktionskosten und trieben die Preise. Besonders betroffen seien importabhängige Länder.

Mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten erklärte Chica Arellano, die Eskalation werde „auch über die Grenzen hinaus Folgen haben und den Hunger in der Welt weiter verschärfen“. Er forderte eine koordinierte politische Antwort auf mehreren Ebenen. Ziel sei, Krisen zu steuern, Bevölkerungen zu schützen und die Widerstandskraft langfristig zu stärken.

Papst Leo XIV. rufe angesichts der Lage immer wieder zum Frieden auf. „Der Tod und der Schmerz, die durch diese Kriege verursacht werden, sind ein Skandal für die ganze Menschheitsfamilie“, zitierte der Vatikanvertreter. Diplomatie müsse darauf hinwirken, „dass der Lärm der Bomben aufhört, die Waffen schweigen und sich ein Raum des Dialogs öffnet“.

Die Delegation des Heiligen Stuhls setzt auf stärkere internationale Zusammenarbeit für Ernährungssicherheit und nachhaltige Entwicklung, so der Vatikandiplomat.

(vatican news – gs)

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20. April 2026, 17:16