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Der Sprecher des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in New York - anlässlich der 11. Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag Der Sprecher des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in New York - anlässlich der 11. Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag 

Vatikan: Atom-Abrüstung einziger Weg zu sicherem Frieden

Der Heilige Stuhl hat in New York eindringlich ein Ende von Atomwaffen gefordert: „Ihre Beseitigung ist eine unverzichtbare Verantwortung, die konkrete und glaubwürdige Schritte erfordert“, heißt es in einem Statement des Ständigen Beobachters des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen vom 1. Mai anlässlich der 11. Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag.

Ein gerechter, sicherer und dauerhafter Frieden ruht auf einer einzigen Säule: Der Abrüstung, betonte der Vatikanvertreter.  Der Weg zur vollständigen Beseitigung von Atomwaffen, werde durch den Atomwaffensperrvertrag aufgezeigt. Der Heilige Stuhl rief alle Staaten, die dies noch nicht getan haben, auf, dem Vertrag beizutreten und dabei stets „die katastrophalen humanitären und ökologischen Folgen des Einsatzes von Atomwaffen“ mit ihren „verheerenden Auswirkungen" auch auf folgende Generationen in Erinnerung zu halten.

„In einer Zeit wachsender Spannungen, die die Grundlagen der internationalen Sicherheit erschüttern“, betont der Vatikan, sei es notwendig, „die wesentlichen Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden zu prüfen“. Es gelte, nuklear abzurüsten und „ein Sicherheitsmodell zu überwinden, das auf Angst und der Androhung von Gewalt beruht“. Dies könne niemals „eine stabile und dauerhafte Grundlage für den Frieden“ sein. 

„Sicherheitsmodell überwinden, das auf Angst und Androhung von Gewalt beruht“

Besorgniserregende Tendenzen

Der Heilige Stuhl beobachte „besorgniserregende Tendenzen“, wie „das Wiederaufleben der nuklearen Rhetorik, den Ausbau und die Modernisierung der Atomwaffenarsenale sowie die Weiterentwicklung der Abschreckungsdoktrinen in einer Weise, die die Schwellen für einen Einsatz zu senken droht“. Hinzu komme eine Aushöhlung von Abkommen sowohl zur Rüstungskontrolle als auch zur Abrüstung, „die lange Zeit zu Stabilität, Transparenz und Vertrauen beigetragen haben“.

Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte zum Auftakt vor einer Aushöhlung der Vereinbarung angesichts der aktuellen Situation. Die 11. Überprüfungskonferenz der Vertragsstaaten des Atomwaffensperrvertrags hat am Montag im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York begonnen und soll am 22. Mai enden. Thema sind so auch zahlreiche aktuellen Kriege und Konflikte auf der Welt - etwa der Ukraine-Krieg und der Iran-Krieg.

Hintergrund

Der Nukleare Nichtverbreitungsvertrag („Non-Proliferation Treaty“, NVV) trat im Jahr 1970 in Kraft. Er verpflichtet die fünf Atommächte USA, China, Frankreich, Großbritannien und die damalige Sowjetunion zu nuklearer Abrüstung. Das Abkommen verpflichtet zudem Unterzeichnerstaaten ohne Atomwaffen, auf diese zu verzichten. Mittlerweile sind 191 Staaten dabei. 

(vatican news/agenturen - sst) 

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02. Mai 2026, 12:49