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Mosambik: Requiem für ermordeten Bischof, Papst kondoliert

Aus Anlass der Beerdigung des mosambikanischen Bischofs Osório Citora Afonso hat Papst Leo XIV. sich erneut tief erschüttert über dessen gewaltsamen Tod geäußert. In einem an den Präsidenten der Bischofskonferenz gerichteten Schreiben spricht der Papst der Familie des ermordeten Bischofs, den Gläubigen, den Missionaren der Consolata und der Kirche in Mosambik sein Mitgefühl aus.

 

Während er „darauf warte, dass die Umstände dieses Verbrechens vollständig aufgeklärt werden“, erflehe er den Trost der Hoffnung und bete für den Verstorbenen, so der Papst weiter. Die Kirche in Mosambik rufe er dazu auf, trotz dieses Schmerzes fest in der Verkündigung von Vergebung, Versöhnung und Eintracht zu bleiben.

Beispielloses Verbrechen

In seiner Predigt beim Requiem an diesem Freitag bezeichnet der Apostolische Nuntius in Mosambik, Erzbischof Luís Miguel Muñoz Cárdaba, die Ermordung des Bischofs als beispielloses, ungerechtes und feiges Verbrechen. Niemals sei es vorgekommen, dass in Mosambik ein Bischof ermordet worden sei, so die Worte des Vatikandiplomaten, der wie Papst Leo eine vollständige Aufklärung der Tat forderte und dabei unterstrich, dass Wahrheit und Gerechtigkeit zwar notwendig seien, Christen jedoch zugleich zur Vergebung und nicht zur Rache berufen seien.

Der Nuntius würdigte den ermordeten Bischof als einen mutigen Hirten, Friedensstifter und Missionar, der sich für Dialog, Versöhnung und das Wohl der Menschen eingesetzt habe. Sein Tod sei ein tragisches Zeichen der Gewalt, die die Welt präge, zugleich aber auch ein Aufruf zur Umkehr. Angesichts von Hass und Gewalt könne die christliche Antwort nur Jesus Christus sein, der das Böse durch die Liebe überwunden habe.

Kirche soll zu Frieden beitragen

Unter Bezug auf Worte des heiligen Johannes Paul II. rief er weiter dazu auf, das Böse mit dem Guten zu besiegen, auf Vergeltung zu verzichten, Frieden zu fördern und selbst unter schwierigen Bedingungen die Hoffnung nicht zu verlieren. Das vergossene Blut des Bischofs dürfe nicht zu Resignation führen, sondern solle die Kirche und die Gesellschaft erneuern und zu mehr Glaubwürdigkeit, Frieden und Versöhnung beitragen.

Abschließend äußert der Nuntius die Hoffnung, dass der Tod Bischof Osórios nicht vergeblich gewesen sei, sondern zum Samen einer erneuerten Kirche und einer besseren Gesellschaft in Mosambik werde, für das er Frieden und Versöhnung erbat.

(vatican news - cs)

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12. Juni 2026, 13:55