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Die Bischöfe aus Macau und Hongkong während des Interviews bei Vatican News Die Bischöfe aus Macau und Hongkong während des Interviews bei Vatican News 

Bischöfe aus Hongkong und Macau im Vatikan: Dialog und Erneuerung

Während ihres Ad-limina-Besuchs in Rom haben die Bischöfe aus Hongkong und Macau in den vergangenen Tagen über die theologische Bedeutung von Dankbarkeit, missionarischer Erneuerung und gelebter Synodalität gesprochen. Die Begegnungen mit Papst Leo XIV. und den vatikanischen Behörden wurden von den Geistlichen als Momente der Gemeinschaft mit der Universalkirche beschrieben.

Linda Bordoni und Mario Galgano - Vatikanstadt

Die Visite fand vor dem Hintergrund historischer Jahrestage statt: Das Bistum Macau begeht das 450-jährige Bestehen seit seiner Gründung, während die Diözese Hongkong an die Erhebung zum Bistum vor 80 Jahren erinnert.

Synodalität im chinesischen Kontext

Kardinal Stephen Chow Sau-yan, Bischof von Hongkong, ordnete den Besuch in den synodalen Prozess der Weltkirche ein. Als Zeichen dieser Verbundenheit überreichten die Bischöfe dem Papst eine Schriftrolle mit der in Hongkong und Macau gebräuchlichen chinesischen Übersetzung für Synodalität: „gong yi tong xing“.

„Gemeinsam sprechen, gemeinsam diskutieren, gemeinsam unterscheiden“

Hier zum Nachhören

Kardinal Chow erläuterte die theologische Dimension dieser Formulierung mit den Worten:

„Die ersten beiden Wörter bedeuten gemeinsam sprechen, gemeinsam diskutieren, gemeinsam unterscheiden. Die letzten beiden Wörter bedeuten gemeinsam gehen, gemeinsam auf dem Weg sein. Ich denke, das vermittelt ein vollständiges Bild davon, was Synodalität ist.“

„Gemeinsam gehen, gemeinsam auf dem Weg sein“

Dieser Prozess des gegenseitigen Hörens bestimme auch den Austausch über die pastorale Lage in Asien. Da die Bistümer Hongkong und Macau über Kontakte zum chinesischen Festland verfügen, dient der Dialog im Vatikan der gemeinsamen Reflexion und der kirchlichen Lagebeurteilung für die Region.

Missionarischer Auftrag und das Erbe der Geschichte

Für Bischof Stephen Lee Bun-sang von Macau steht das 450-jährige Jubiläum im Zeichen des Dankes für das historische Wirken der Missionare im Fernen Osten. Das Gedenken an die Geschichte soll jedoch vor allem als Impuls für die Gegenwart dienen, um den missionarischen Auftrag der Diözese zu stärken. Bischof Lee betonte:

„Jeder, auch die kürzlich getauften Katholiken, sollte diesen missionarischen Geist besitzen, den Eifer, das Evangelium zu verkünden, und dann mit der barmherzigen Gnade Gottes wieder voranzugehen.“

„Mit der barmherzigen Gnade Gottes vorangehen“

Die Erneuerung betreffe somit nicht nur die persönliche Geistlichkeit, sondern den konkreten apostolischen Auftrag der Gläubigen in der heutigen Gesellschaft.

Eine Botschaft der Hoffnung für kommende Generationen

Weihbischof Joseph Ha Chi-shing aus Hongkong verknüpfte das 80-jährige Bestehen seiner Diözese mit dem theologischen Begriff der Hoffnung. Das von den Missionaren empfangene Evangelium verpflichte die Ortskirche zur Weitergabe des Glaubens. Der Ad-limina-Besuch stärke durch die Anbindung an die weltkirchliche Gemeinschaft das Bewusstsein für diese Aufgabe. Weihbischof Ha erklärte mit Blick auf die Zukunft:

„Wir müssen selbst zu Missionaren für die kommenden Generationen in Hongkong und anderswo werden.“

„Zu Missionaren für die kommenden Generationen in Hongkong und anderswo werden“

Die Gespräche in Rom bestätigten die Zugehörigkeit zur Gesamtkirche und gaben den Bischöfen zufolge Orientierung für den weiteren pastoralen Weg in ihren Heimatbistümern.

(vatican news)

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23. Juni 2026, 10:56