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Kirche in Spanien Kirche in Spanien  (AFP or licensors)

Vatikan: Martyrium von 20 spanischen Priestern anerkannt

Papst Leo XIV. hat bei einer Audienz für den Präfekten des Dikasteriums für die Heiligsprechungsprozesse, Kardinal Marcello Semeraro, die Promulgation mehrerer Dekrete genehmigt. Die Entscheidung ebnet den Weg für die Seligsprechung von 20 Geistlichen aus Spanien. Zudem stellte der Vatikan bei fünf weiteren Persönlichkeiten der Kirchengeschichte den sogenannten heroischen Tugendgrad fest, womit diese den Titel „Ehrwürdige Diener Gottes“ erhalten.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Die Gruppe der künftigen Seligen wird von Juan Torres Torres angeführt und umfasst insgesamt 20 Diözesanpriester der balearischen Inseln Ibiza und Formentera. Die Geistlichen wurden während des Spanischen Bürgerkriegs in den Monaten August und September 1936 wegen ihres Glaubens getötet. Zum Zeitpunkt der Ereignisse stellten die Männer etwa die Hälfte des lokalen Klerus dar. Dem Martyrium waren gesellschaftliche Spannungen und restriktive Maßnahmen gegen die Kirche vorausgegangen, darunter die Profanierung einer Pfarrei im Jahr 1934 sowie administrative Schritte wie die Entfernung religiöser Namenszusätze bei den Ortschaften der Inseln.

Unter den Personen, deren heroischer Tugendgrad am selben Tag anerkannt wurde, befindet sich Mutter Clara Andreu y Malferit, die von 1596 bis 1628 auf Mallorca lebte. Sie wirkte im Kloster San Bartolomeo in Inca, wo sie in der Krankenpflege tätig war und sich den Anordnungen einer kirchenrechtlichen Untersuchung bezüglich ihrer spirituellen Erlebnisse unterwarf. Das Kloster gilt bis in die Gegenwart als Ziel von Pilgerreisen.

Weitere künftige Selige und Ehrwürdige Diener Gottes

Aus Italien stammt Schwester Maria Petra Giordano. Die 1912 in Neapel geborene Dominikanerin trat nach einem Aufenthalt in Rom in das Kloster Santa Maria del Sasso in der Toskana ein. Dort übernahm sie die Aufgaben der Novizenmeisterin sowie der Priorin der Gemeinschaft und verstarb im Jahr 2006.

Die Liste der neuen Ehrwürdigen Diener Gottes umfasst zudem Persönlichkeiten aus Nord- und Südamerika sowie Mitteleuropa. Mutter Maria Teresa Tallon gründete im Jahr 1908 in New York die Kongregation der Pfarrhelferinnen der Unbefleckten Empfängnis, nachdem sie zuvor während einer Diphtherie-Epidemie in San Francisco in der Krankenpflege tätig gewesen war. Der gebürtige Belgier Júlio Emílio Alberto De Lombaerde gründete nach einer Missionstätigkeit in Algerien mehrere Ordensgemeinschaften in Brasilien, wo er in der Katechese im Amazonasgebiet wirkte und 1944 bei einem Verkehrsunfall starb.

Zuletzt wurde der Tugendgrad von Mutter Maria Agnese Tribbioli anerkannt. Die Gründerin der Kongregation der Frommen Arbeiterinnen des Heiligen Josef aus Florenz organisierte während des Zweiten Weltkriegs Hilfsmaßnahmen für Verfolgte, darunter die Aufnahme einer Gruppe jüdischer Mitbürger. Für diesen Einsatz wurde sie postum von der Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet.

(vatican news)

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18. Juni 2026, 13:20