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Das nationale Treffen der Kommunikationspastoral in Brasilien Das nationale Treffen der Kommunikationspastoral in Brasilien  

Ruffini: Kommunikation als Werkzeug zur Bildung von Gemeinschaft

Beim Auftakt des neunten nationalen Treffens der Kommunikationspastoral der Brasilianischen Bischofskonferenz im Wallfahrtsort Aparecida hat der Präfekt des vatikanischen Diktasteriums für die Kommunikation, Paolo Ruffini, die Rolle der Medien bei der Urteilsbildung eingeordnet. Unter dem Titel „Evangelisierung in Bewegung: Die pastorale Dimension der Kommunikation“ sprachen Vertreter der Kirche vor rund 1.500 Delegierten über die aktuellen Entwicklungen der Informationsgesellschaft.

Giovanni Zavatta und Mario Galgano - Vatikanstadt

Ruffini verwies in seinem Beitrag auf die Notwendigkeit, Verbindungen zwischen Menschen zu fördern, die sich von kommerziellen Ausrichtungen und Marketingansätzen unterscheiden. Die Berichterstattung und der Austausch über Medien sollten dazu dienen, gesellschaftliche Trennungen zu überwinden und Räume für den Dialog zu schaffen. Als Beispiele führte er Initiativen wie „Dining across the divide“ und Projekte der Organisation „Narrative4“ an, bei denen der direkte Austausch persönlicher Lebensgeschichten im Vordergrund steht.

Ein Schwerpunkt der Ausführungen lag auf den Herausforderungen durch künstliche Intelligenz und digitale Netzwerke. Der Präfekt warnte vor den Risiken unbeabsichtigter Desinformation sowie vor einer Gewöhnung an Inhalte, bei denen die Unterscheidung zwischen Faktualität und Unwahrheit in den Hintergrund tritt. Technologische Innovationen könnten zwar den Zugang zu Informationen erweitern, bergen jedoch auch das Potenzial für Manipulation. Vor diesem Hintergrund wies Ruffini auf die Relevanz von Schulungsmaßnahmen und Medienpädagogik hin, um Entscheidungskompetenzen und Eigenverantwortung der Nutzer zu stärken.

Nachhaltige Medienentwicklung

Ruffini betonte, dass eine nachhaltige Medienentwicklung die menschliche Dimension nicht vernachlässigen dürfe. Ein Wandel des Kommunikationsparadigmas sei erforderlich, um technische Verbindungen nicht mit inhaltlichem Verstehen gleichzusetzen.

Im Anschluss an die Eröffnungsrede berieten die Mitglieder der Bischöflichen Kommission für soziale Kommunikation – Valdir José de Castro, Edilson Soares Nobre und Amilton Manoel da Silva – mit den Anwesenden über die Praxis der kirchlichen Medienarbeit. Im Zentrum der Gespräche stand das Anliegen, technologische Hilfsmittel stets im Dienst des menschlichen Gegenübers einzusetzen.

(vatican news)

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25. Juli 2026, 11:45