Vatikan/UNO: Nachhaltige Stadtentwicklung erfordert Schutz für Gefährdete
Ein Jahrzehnt nach der Verabschiedung der globalen Leitlinien für nachhaltige Stadtentwicklung stehe der Schutz der Würde jedes Einzelnen im Mittelpunkt einer zukunftsfähigen Planung.
In der Erklärung wird betont, dass sich der Erfolg von Städten nicht an wirtschaftlichen Kennzahlen oder Bauwerken bemisst, sondern am Ausmaß der gesellschaftlichen Teilhabe aller Bewohner. Bezugnehmend auf Papst Leo XIV. wurde unterstrichen, dass eine gerechte Gesellschaft staatliche Institutionen benötigt, die über bloße Effizienzgedanken hinausgehen und Ressourcen gezielt für die schwächsten Bevölkerungsgruppen einsetzen.
Entzug von Sicherheit, Stabilität und sozialer Zugehörigkeit
Ein Schwerpunkt der Stellungnahme liegt auf dem Problem der Wohnungslosigkeit. Das Fehlen von Wohnraum sei ein Entzug von Sicherheit, Stabilität und sozialer Zugehörigkeit. Wohnraum dürfe nicht ausschließlich als Wirtschaftsgut betrachtet werden, sondern müsse als Fundament für das Zusammenleben und das Gemeinwohl dienen. Die Vertretung des Heiligen Stuhles fordert daher verstärkte Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, den Ausbau integrierter Sozialdienste sowie die Einbindung lokaler Gemeinschaften und religiöser Organisationen bei der Bekämpfung der Ursachen von Armut und sozialer Ausgrenzung.
Zudem verwies die Delegation auf die Notwendigkeit internationaler Solidarität. Entwicklungsänder benötigen gezielte Unterstützung durch Technologietransfer und adäquate Finanzierung, um das rasche Wachstum städtischer Zentren nachhaltig zu gestalten.
(vatican news - mg)
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