Kardinal Pietro Parolin mit Vertretern des Nationalen Dialogs für den Frieden in Mexiko Kardinal Pietro Parolin mit Vertretern des Nationalen Dialogs für den Frieden in Mexiko 

Parolin beendet Mexiko-Reise: „Frieden beginnt mit Mitgefühl für Schmerz anderer“

Mit einem Appell zu Empathie und Beharrlichkeit im Einsatz für den Frieden ist am Donnerstag die Mexiko-Reise von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zu Ende gegangen. Während seines dreitägigen Aufenthalts traf der Kardinal unter anderem Präsidentin Claudia Sheinbaum, Außenminister Roberto Velasco Álvarez sowie Vertreter des Nationalen Dialogs für den Frieden.



Parolin war am 4. August aus Guatemala nach Mexiko weitergereist und feierte auch eine Messe im Marienheiligtum Unserer Lieben Frau von Guadalupe. Nach Angaben des vatikanischen Staatssekretariats standen bei den Gesprächen mit Präsidentin Sheinbaum Fragen von gemeinsamem Interesse im Mittelpunkt, darunter die Förderung von Frieden und Entwicklung. Im Austausch mit Außenminister Velasco Álvarez ging es zudem um die guten bilateralen Beziehungen zwischen Mexiko und dem Heiligen Stuhl sowie um die aktuellen Herausforderungen für die internationale Gemeinschaft.

Ein besonderer Schwerpunkt der Reise lag auf dem Treffen mit Vertretern des Nationalen Dialogs für den Frieden. An dem Austausch nahmen Wissenschaftler, Regierungsvertreter, Religionsführer, Unternehmer, Polizisten sowie Mütter teil, die nach ihren verschwundenen Angehörigen suchen. Auch Delegierte aus mehreren besonders von Gewalt betroffenen Bundesstaaten waren vertreten.

Schmerz anderer mitfühlen

Bei dieser Gelegenheit betonte Parolin, dass Frieden mit der Fähigkeit beginne, den Schmerz anderer mitzufühlen. Bezugnehmend auf das Zeugnis einer Mutter, die in Puebla nach ihrem verschwundenen Sohn sucht, sagte der Kardinal, Frieden sei „eine Kunst“ und zugleich eine tägliche Aufgabe. Er ermutigte die Anwesenden, in ihrem Einsatz nicht nachzulassen. Ihre Erfahrungen könnten auch für andere Regionen der Welt, die unter Gewalt leiden, zum Vorbild werden.

Während des Treffens berichteten die Teilnehmer von konkreten Initiativen zur Friedensförderung. So schilderten Angehörige von Verschwundenen und staatliche Stellen aus Puebla ihre Zusammenarbeit, die sich im Rahmen des Nationalen Dialogs entwickelt habe. Ein Polizeibeamter aus Ecatepec hob hervor, dass verschiedene christliche Kirchen gemeinsam an Friedensprojekten und an einem bürgernahen Polizeimodell arbeiten. Vertreter aus Oaxaca berichteten, der Dialog habe auch Priestern in besonders gefährlichen Regionen neue Hoffnung und Unterstützung gegeben.

Hoffnung für von Gewalt geprägte Regionen Mexikos

Zum Abschluss sicherte Parolin den Teilnehmern die Unterstützung des Heiligen Stuhls zu. Ihr Einsatz schenke vielen von Gewalt geprägten Regionen Mexikos Hoffnung und verdiene Anerkennung, betonte der Kardinal.

(vatican news - cs)

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07. August 2026, 12:49