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Kardinal Parolin bei der Messe in Guatemala Kardinal Parolin bei der Messe in Guatemala  

Parolin ruft Priester in Guatemala zu Erneuerung ihrer Berufung auf

Zum Abschluss seiner Reise nach Guatemala hat Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am 4. August einen Gottesdienst im Heiligtum der Ewigen Anbetung in Mixco gefeiert. Anlass der Messe mit zahlreichen Geistlichen war der liturgische Gedenktag des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney. In seiner Predigt wandte sich der Kardinal an die Anwesenden und rief sie dazu auf, die Grundlagen ihres priesterlichen Dienstes angesichts von Säkularisierung und beruflicher Ermüdung neu zu festigen.

Unter Rückgriff auf das Buch des Propheten Ezechiel beschrieb Parolin den Priester als Wächter, der zum Schutz der Gläubigen bereitstehe und das Wort Gottes ohne das Streben nach persönlicher Anerkennung weitergebe. Er warnte davor, die seelsorgerische Arbeit auf die Organisation von Projekten und Treffen zu reduzieren. Die Wirksamkeit des pastoralen Handelns erwachse aus dem persönlichen Gebet, der Eucharistie sowie der Ausspendung der Sakramente, insbesondere der Versöhnung.

Darüber hinaus hob der vatikanische Chefdiplomat das Mitgefühl als Fundament der kirchlichen Sendung hervor. Die Glaubwürdigkeit des Priesteramts hänge stärker von gelebter Heiligkeit und Transparenz ab als von organisatorischer Effizienz. Nach Beendigung des Programms in Guatemala, das auch das 90-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten würdigte, reiste Kardinal Parolin nach Mexiko weiter, wo Treffen mit Regierungsvertretern sowie eine Messe in der Basilika von Guadalupe vorgesehen sind.

(vatican news - mg)

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05. August 2026, 12:53