Kardinal Parolin bei der Messe in Guadalupe (foto © Maria Langarica - Conferencia Episcopal Mexicana) Kardinal Parolin bei der Messe in Guadalupe (foto © Maria Langarica - Conferencia Episcopal Mexicana)  

Mexiko: Kardinal Parolin fordert Beistand für Benachteiligte

An diesem Mittwoch hat Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Rahmen seines dreitägigen Besuchs in Mexiko einen Gottesdienst im Heiligtum Unserer Lieben Frau von Guadalupe geleitet. Neben kirchlichen Begegnungen stehen während des Aufenthalts auch politische Gespräche mit Vertretern der mexikanischen Regierung auf dem Programm.

Mario Galgano - Vatikanstadt

In seiner Predigt in dem mexikanischen Nationalheiligtum verwies Parolin auf die drängenden sozialen Probleme des Landes und betonte die Notwendigkeit des Beistands für Frauen, die nach Angehörigen suchen, die als verschwunden gelten: „So viele Mütter suchen weiterhin mit Entschlossenheit und Glauben nach ihren Kindern. Nichts kann sie davon abhalten, alles Mögliche zu tun, um ihren Kindern zu helfen, und wir alle können ihnen mit unserem Gebet beistehen.“

Zuwendung zu den Benachteiligten

Angesichts globaler Konflikte, Hungersnöte und gewaltsamer Auseinandersetzungen plädierte der Kardinal für eine verstärkte Zuwendung zu gesellschaftlich Benachteiligten. Das Evangelium fordere dazu auf, „auch für die Bedürftigen, die Ausgegrenzten, die Migranten und die Fremden da zu sein“. Mit Blick auf die Geschichte des Ortes der Marienerscheinung rief er in Erinnerung, dass Gott seine Botschaft nicht Mächtigen oder Einflussreichen anvertraut habe, sondern einfachen Menschen.

Abschließend hob Parolin noch hervor, dass das Gebet keine nebensächliche Option für Christen darstelle, sondern die Grundlage für das Engagement gegen Gewalt und für die Versöhnung zwischen den Völkern bilde.

(vatican news)

Kardinal Parolin im Marienheiligtum von Guadalupe in Mexiko
Kardinal Parolin im Marienheiligtum von Guadalupe in Mexiko

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06. August 2026, 15:18