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U-Boot im Hafen von Sydney  im Mai 2020 U-Boot im Hafen von Sydney im Mai 2020 

Australien: Orden kritisieren U-Boot-Pakt

Nicht nur bei der französischen Regierung stößt die Vereinbarung zwischen Australien und den USA sowie Großbritannien über den Aufbau einer U-Boot-Flotte mit Nuklearantrieb auf scharfe Kritik – auch der Verband der katholischen Orden in Australien (CRA) ist dagegen.

In einer Erklärung fordert er Premierminister Scott Morrison zur Ratifizierung des UN-Vertrags über das Verbot von Atomwaffen auf. Mit dem angestrebten Besitz von Atom-U-Booten habe Australien „eine Schwelle überschritten, durch die wir unser Militär zum ersten Mal nuklearisiert haben“.

Schwelle überschritten

„Ich fürchte, wir werden anfällig für eine künftig eskalierende nukleare Entwicklung und Zusammenarbeit mit unseren nuklear bewaffneten Verbündeten“, sagte CRA-Präsident Peter Carroll. Anne Walker, Exekutivdirektorin der CRA, fügte hinzu: „Die Entwicklung dieser U-Boote wird den Einsatz von hochangereichertem Uran erfordern, und sein Abbau und seine Verarbeitung birgt die Gefahr von Krankheiten bei Minenarbeitern und Anwohnern sowie einer lang anhaltenden Umweltverschmutzung.“

„Ich fürchte, wir werden anfällig für eine künftig eskalierende nukleare Entwicklung“

Die USA wollen Australien eine Technologie zur Verfügung stellen, die sie bisher nur mit Großbritannien geteilt hatten. Die Atom-U-Boot-Flotte gilt als erste Initiative der neu gegründeten trilateralen Sicherheitspartnerschaft Aukus. Der Name setzt sich zusammen aus den englischen Abkürzungen der drei beteiligten Staaten Australia, United Kingdom, United States. Aukus hat zu Spannungen zwischen Frankreich und der EU mit den USA geführt.

(kna – sk)
 

22 September 2021, 13:28