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Kardinäle bei einer Messe mit Papst Franziskus 2020 Kardinäle bei einer Messe mit Papst Franziskus 2020  (Vatican Media)

15 Prozent der wahlberechtigten Kardinäle hatten Corona

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mindestens 18 der 122 wahlberechtigten Kardinäle mit dem Virus infiziert. Das sind 15 Prozent der Kardinäle, die derzeit zur Teilnahme an einer Papstwahl berechtigt wären.

Diese Rechnung macht die Nachrichtenagentur cath.ch an diesem Mittwoch in einer Analyse auf. Außerdem seien von den Kardinälen, die älter als achtzig und damit nicht mehr wahlberechtigt sind, mindestens zwei an Corona erkrankt. Der brasilianische Kardinal Eusebio Oscar Scheid ist mit 88 Jahren an Corona verstorben.

Die ersten Kardinäle, die sich mit Corona infiziert hätten, seien Philippe Ouedraogo aus Burkina Faso und Angelo De Donatis aus Italien gewesen, so die Nachrichtenagentur. Beide seien am 30. März letzten Jahres positiv getestet worden. Von den wahlberechtigten Kardinälen habe sich zuletzt José Advincula von den Philippinen trotz zweifacher Impfdosis mit Corona infiziert.

Kardinal Urosa (Venezuela)
Kardinal Urosa (Venezuela)

Die meisten Kardinäle steckten sich vor Start der Impfkampagne an

Der venezolanische Kardinal Jorge Urosa liegt seit 27. August mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. Urosa war nach cath.ch-Angaben mit dem russischen Impfstoff Sputnik V geimpft worden; sein Zustand wird als ernst dargestellt. Ebenfalls im August haben sich die Kardinäle Raymond Burke (USA) und Leopoldo Brenes (Nicaragua) angesteckt. Beide wurden ins Krankenhaus eingeliefert und erholen sich derzeit von der Erkrankung.

Die Nachrichtenagentur weist darauf hin, dass sich die meisten Kardinäle noch vor Entwicklung eines Corona-Impfstoffs beziehungsweise vor Beginn der Impfkampagne in ihrem Land angesteckt hätten.

(cath.ch – sk)
 

22 September 2021, 10:08