Costa Rica: Kirche fordert nach Wahlen ein „Klima des Dialogs“
Die Bischöfe sehen in dem Wahlergebnis nicht nur den Abschluss eines politischen Prozesses, sondern den „Beginn einer anspruchsvollen Aufgabe“, die im Dienst der gesamten Nation stehe. Angesichts der politischen Herausforderungen in Zentralamerika betonten sie die Notwendigkeit, die Vielfalt der Meinungen und sozialen Realitäten des Landes zu respektieren.
Die Herausforderung der nationalen Einheit
In ihrer Botschaft hoben die Bischöfe hervor, dass das Regieren in der heutigen Zeit eine besondere Qualität verlange. „Das Land zu regieren bedeutet heute in besonderer Weise die Herausforderung, das Land zu vereinen, Spaltungen zu heilen und ein Klima des Dialogs, des Respekts und der aufrichtigen Suche nach dem Gemeinwohl zu fördern“, erklärten die Geistlichen.
Die Kirche mahnt damit eine Überwindung der Polarisierung an, die viele demokratische Gesellschaften derzeit prägt. Die neue Regierung müsse als Brückenbauerin fungieren, um den sozialen Zusammenhalt in Costa Rica zu sichern.
Gebet für die Schwächsten der Gesellschaft
Zum Abschluss ihrer Note richteten die Bischöfe einen spirituellen Wunsch an die künftige Staatschefin Fernández Delgado. Man bitte den Herrn, die gewählte Präsidentin mit „Weisheit, Klugheit und Stärke“ zu erleuchten.
Das Ziel ihrer politischen Entscheidungen solle dabei stets klar definiert sein: „Damit ihre Beschlüsse immer an Gerechtigkeit, Frieden und der Würde aller Menschen orientiert sind, insbesondere derer, die in Situationen grösster Schutzbedürftigkeit leben.“ Damit unterstreicht die katholische Kirche ihre Rolle als mahnende Stimme für die sozialen Ränder des Landes.
(sir - mg)
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