Misereor-Fastenaktion 2026 will Zukunft für Kamerun schaffen
Misereor-Bischof Stephan Burger rief bei seinem Besuch in Kamerun dazu auf, junge Kameruner auf dem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Sie wollten für sich und ihr Land etwas erreichen. Zur Migration sagte er: „Niemand verlässt gerne und freiwillig sein familiäres Umfeld.“ Die beste Fluchtursachenbekämpfung sei deshalb die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den Heimatländern und nicht die Abweisung an Grenzen.
Würdevolles Leben für alle
Misereor finanziert und unterstützt in Zusammenarbeit mit der Organisation Codas Caritas Projekte zum Start in den Arbeitsmarkt. Mitarbeiter beraten bei der Berufswahl, Ausbildungen werden finanziert und Jungunternehmer vernetzt. Misereor-Chef Andreas Frick setzt dabei bewusst auf lokale Strukturen: „Wenn wir kleine Betriebe stärken, schaffen wir unmittelbar Einkommen, Stabilität und Perspektiven. Kleine Strukturen sind zudem resilient: Sie funktionieren auch dann noch, wenn staatliche Unterstützung fehlt oder politische Unsicherheiten bestehen.“
Auf Netzwerke vor Ort setzt auch der Erzbischof von Douala, Samuel Kleda. Er habe alle Pfarreien im Erzbistum aufgefordert, Ausbildungszentren zu errichten. „Selbst wenn nur zwei oder drei junge Menschen danach eine Anstellung finden, haben wir schon etwas erreicht“, sagte Kleda der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
In den kommenden Wochen sind mehrere Mitarbeiter von Codas Caritas in Deutschland zu Gast, um in Schulen und Kirchengemeinden über ihre Arbeit zu berichten. Auch die Diözese Limburg, Gastgeber der bundesweiten Eröffnung, empfängt Besucher aus Kamerun. Die Bistümer Limburg und Kumbo im Westen Kameruns haben eine Partnerschaft.
In Kamerun leben gut 30 Millionen Menschen. Das Durchschnittsalter liegt bei 19,4 Jahren. Die Jugendarbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung ist hoch, auch wenn es keine verlässlichen Zahlen gibt. Die Situation ist in zahlreichen Ländern des Kontinents vergleichbar.
(kna - cs)
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