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Marsch in Ghana gegen illegale Minen Marsch in Ghana gegen illegale Minen  

Ghanas Bischöfe: „Korruption von Beamten durch illegale Bergleute untersuchen"

„Wenn öffentliche Autorität verkauft wird, um finanziellen Gewinn zu erzielen, und Umweltzerstörung zu einer Einkommensquelle wird, wird der Rechtsstaat geschwächt und das Gemeinwohl geschädigt“, erklären die Bischöfe Ghanas in einer Stellungnahme zum Skandal über die Korruption einiger öffentlicher Beamter durch Betreiber illegaler Minen („Galamsey“ genannt) im zentralen Distrikt Amansie der Region Ashanti.

Eine von dem Fernsehsender JoyNews durchgeführte Untersuchung mit dem Titel „Eine Steuer für Galamsey: das Erpressungsnetzwerk, das den illegalen Bergbau antreibt“ hat die Korruption einiger lokaler und staatlicher Beamter aufgedeckt, die im Gegenzug für illegale Zahlungen nicht genehmigte Bergbauaktivitäten willentlich ignorierten.

Die Bischofskonferenz bringt „aufrichtige Wertschätzung“ gegenüber den Autoren der journalistischen Untersuchung „für ihre Professionalität und ihr Engagement für die Wahrheit“ zum Ausdruck. „In einer Zeit, in der die Suche nach Wahrheit erhebliche Kosten mit sich bringen kann, steht ihre Arbeit im Dienst des Gemeinwohls und unterstreicht die Bedeutung einer freien und verantwortungsvollen Presse für den Schutz der Demokratie“, heißt es in der Erklärung, die der Agenzia Fides vorliegt.

Paralleles Besteuerungssystem

In Bezug auf die Untersuchung heben die Bischöfe hervor, dass diese „Beweise für ein offenbar bestehendes paralleles Besteuerungssystem im zentralen Distrikt Amansie vorlegt, aus dem hervorgeht, dass staatliche Institutionen, die mit dem Schutz der Umwelt und der Durchsetzung des Gesetzes beauftragt sind, an genau den Aktivitäten beteiligt gewesen sein sollen, die sie hätten verhindern müssen“.

In dem Dokument wird daran erinnert, dass „wir, die katholischen Bischöfe Ghanas, in den letzten dreißig Jahren wiederholt über die ökologischen und sozialen Folgen des illegalen Bergbaus gesprochen haben“.

Die Bischöfe haben insbesondere die schweren Umwelt- und Sozialschäden durch illegale Minen angeprangert, die hochgiftige Abfallstoffe in Flüsse einleiten: „Wasserläufe sind verschmutzt, landwirtschaftliche Flächen degradiert und Gemeinschaften zur Umsiedlung gezwungen. Mehrere Familien wurden durch den Verlust ihrer Angehörigen infolge unsicherer Bergbaupraktiken getroffen. Die langfristigen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und die ökologische Nachhaltigkeit bleiben schwerwiegend.“

Eine Frage von nationaler Bedeutung

Die Herausforderung durch den illegalen Bergbau sei daher „eine Frage von nationaler Bedeutung. Sie betrifft den Umweltschutz, die rechtliche Regierungsführung und die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Dieser Moment erfordert Klarheit, Integrität und entschlossene Führung“, betonten die Bischöfe.

Die Bischofskonferenz empfiehlt daher die von den JoyNews-Journalisten vorgeschlagenen Maßnahmen: eine unabhängige Untersuchung durch den Präsidenten; die Suspendierung der im Dokumentarfilm genannten Beamten von öffentlichen Aufgaben bis zum Abschluss der Ermittlungen; eine Finanzuntersuchung der Versammlung des zentralen Distrikts Amansie; die Einrichtung eines nationalen Gremiums zur Überwachung illegaler Bergbauaktivitäten.

(fides - cs)

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19. Februar 2026, 15:19