Suche

Die 300 entführten Kinder von Papiri sind inzwischen alle wieder frei Die 300 entführten Kinder von Papiri sind inzwischen alle wieder frei 

Nigeria: Bischof fordert Militärbasis in Entführungsregion

Der Bischof von Kontagora im Nordwesten Nigerias hat in einem Appell an den nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu gefordert, eine Militärbasis in der Region um Papiri im Bundesstaat Niger einzurichten. Nigeria müsse die anhaltende Welle von Gewalt, Mord und Entführungen in dem Gebiet nachhaltig bekämpfen und den Menschen Sicherheit garantieren, zitiert der vatikanische Fidesdienst Bischof Bulus Dauwa Yohanna.

Die Gebiete Agwara und Borgu, die einst als ruhig galten, würden heute von schwer bewaffneten Banden terrorisiert, begründete der Bischof seine Forderung in einem über soziale Medien verbreiteten Video mit Begleitschreiben. Er verwies ausdrücklich auf das Massaker und die Entführung von Schülern der katholischen St. Mary-Schule von Papiri am 21. November 2025.

Yohanna sagte, die Menschen dort seien „wehrlos und flehen um Hilfe“. Er forderte nicht nur die Einrichtung der Militärbasis, sondern auch mehr Polizeipräsenz, besser ausgestattete Sicherheitskräfte und feste Kontrollpunkte, um die Bewegungsfreiheit der bewaffneten Banden einzuschränken und die Sicherheit von Bildungseinrichtungen, Bauern und Gemeinden wiederherzustellen.

Lage droht weiter zu eskalieren

Ohne entschiedene Schritte drohe die Lage weiter zu eskalieren, warnte der Bischof. Die Vorgänge lähmten die lokale Wirtschaft, insbesondere die Landwirtschaft, ganze Regionen könnten sich in „Terror-Zonen“ verwandeln.

Der nigerianische Bundesstaat Niger - nicht zu verwechseln mit Nigerias nördlichem Nachbarland Niger - ist einer von mehreren im Land, die unter der Gewalt von kriminellen Banden und jihadistischen Gruppen leiden. In jüngster Zeit waren auch bei Angriffen auf Kirchen und Gemeinden weitere Opfer zu beklagen. Die im November entführten mehr als 300 Schulkinder von Papiri sind unterdessen alle wieder frei. 

(fides – gs)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

09. Februar 2026, 10:24