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Marienheiligtum im slowakischen Levoca Marienheiligtum im slowakischen Levoca  (©Fyle - stock.adobe.com)

Slowakei: Bischöfe verteidigen Konkordat

In einer Stellungnahme haben die slowakischen Bischöfe unterstrichen, dass das Konkordat zwischen Staat und Kirche keine Sonderrechte schaffe, sondern lediglich einen „rechtlichen Rahmen und klare Regeln für die Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche“ biete.

Die Kirche erfülle durch den Vertrag ihre Mission im Dienst des Gemeinwohls – und zwar „nicht nur für die Gläubigen, sondern für alle Bürger“. Verwiesen wird dabei auf das Engagement der Kirche im Bildungswesen, im Gesundheitssektor und in der sozialen Solidarität. Ein moderner demokratischer Staat müsse die spirituelle Dimension seiner Bürger anerkennen und schützen, so das Argument der Kirchenleitung.

Christdemokraten ziehen rote Linie

Unterstützung erhalten die Bischöfe von der christdemokratischen Partei KDH. Deren Vorsitzender Milan Majerský betonte, dass das Konkordat faktisch allen anerkannten Religionsgemeinschaften diene, da es gleichwertige Rechte für alle registrierten Kirchen begründe. Majerský stellte klar, dass seine Partei nicht mit politischen Kräften zusammenarbeiten werde, die das Konkordat in Frage stellen.

Historischer Kontext und Modernisierungsdruck

Die Bedeutung der Kirche in der Slowakei ist eng mit der jüngeren Geschichte verknüpft. In der Zeit der Tschechoslowakei wurde der Klerus brutal unterdrückt; Priester und Ordensleute litten unter Folter und Haft. Nach der „Samtigen Revolution“ und der Unabhängigkeit 1993 erlebte die Kirche eine Renaissance. Heute betreibt sie rund 150 Schulen und zwei Hochschulen und ist fest in der Militärseelsorge verankert.

(kna - mg)

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07. Februar 2026, 11:10