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Screenshot: Teilnehmende eines Online-Forums über Synodalität in Nairobi 2022 Screenshot: Teilnehmende eines Online-Forums über Synodalität in Nairobi 2022 

Kenia: Synodalität darf kein Flop werden

Ein emeritierter Bischof aus Äthiopien mahnt, dass die Ergebnisse des Prozesses der Weltsynode in Afrika noch nicht genügend umgesetzt würden.

„Die Synode zu Synodalität ist vor über einem Jahr zu Ende gegangen“, so Bischof Rodrigo Mejía Saldarriaga am Mittwoch bei einer Buchvorstellung in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. „Und was ist in unserer Ortskirche seitdem passiert? Ist zum Beispiel auch nur eine einzige der 127 Pfarreien im Erzbistum Nairobi auf die Idee gekommen, eine Pfarrei- oder Bistums-Synode durchzuführen?“

Er sehe bisher „kein wirkliches Handeln, außer auf dem Level von ein paar kleinen christlichen Gemeinschaften“. Über Synodalität zu reden und zu sprechen, sei „okay“; aber er hege die Befürchtung, dass viele Katholiken das Thema Synodalität lediglich als Anlass zum Feiern sähen, ohne praktische Konsequenzen zu ziehen.

Kirche im Kibera-Slum von Nairobi, Aufnahme von 2019
Kirche im Kibera-Slum von Nairobi, Aufnahme von 2019   (ANSA)

„Kein wirkliches Handeln“

 

Dabei brauche Synodalität „einen tiefen Wandel der Mentalität, Einstellungen und Werte, indem man von der Vertikalen zur Horizontalen übergeht“.

Der aus Kolumbien stammende Mejía Saldarriaga ist Jesuit und emeritierter Bischof von Soddo in Äthiopien. Mittlerweile lebt er in Kenia.

(aciafrica – sk)
 

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20. März 2026, 10:43