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Muslime beim Freitagsgebet in Kyiv Muslime beim Freitagsgebet in Kyiv  (ANSA)

Weltweite Umfrage zu Glaube, Gott und Moral

Immer mehr Menschen weltweit glauben heutzutage, dass der Glaube an Gott nicht notwendig ist, um Moral und gute Werte aufrechtzuerhalten.

Das ergibt sich aus einer neuen Umfrage des US-amerikanischen Pew Research Center. Unter den Befragten in 25 Ländern glaubt jedoch die Mehrheit in asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern, dass der Glaube an Gott für ein moralisches Leben unerlässlich ist.

So glauben beispielsweise die meisten Menschen (99 Prozent) im mehrheitlich muslimischen Indonesien, dass der Glaube an Gott notwendig ist, um moralisch zu handeln. Dasselbe gilt für das mehrheitlich hinduistische Indien (85 Prozent) sowie die mehrheitlich christlichen Länder Kenia (94 %) und Südafrika (80 Prozent).

Starke Veränderung im Stimmungsbild in Deutschland

Dies steht im Gegensatz zum Meinungsbild in den USA, Kanada und europäischen Ländern. Dort sind die meisten Menschen davon überzeugt, dass der Glaube an Gott nicht notwendig ist, um moralisch zu handeln. In den Niederlanden liegt diese Ansicht bei 81 Prozent, in Deutschland bei 78 Prozent, gefolgt von Großbritannien und Kanada (77 Prozent) sowie Italien (74 Prozent).

In nur drei Jahren (2022 bis 2025) ist somit in elf Ländern der Prozentsatz der Erwachsenen zurückgegangen, die die Ansicht vertreten, dass man an Gott glauben muss, um moralisch zu handeln. Dazu gehört auch ein Rückgang um 16 Prozentpunkte in Deutschland. Nur in zwei der untersuchten Länder – Indien und Indonesien – ist der Anteil der Menschen gestiegen, die glauben, dass den Glauben an Gott für nötig halten, um moralisch zu handeln.

(ucanews – sk)
 

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06. März 2026, 13:55