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Militärpräsenz in Bissau, Bild vom November 2025 Militärpräsenz in Bissau, Bild vom November 2025  (AFP or licensors)

Guinea-Bissau: Religionsdialog trägt zu Stabilität bei

Den interreligiösen Dialog in Guinea-Bissau stärken – dazu hat der Bischof von Bafatá, Víctor Luís Quematcha, aufgerufen. Die friedliche Koexistenz von Glaubensgemeinschaften habe einen positiven Effekt auf die innere Stabilität des politisch fragilen Landes, sagte der Kirchenvertreter nach einer Begegnung mit Interimspräsident Horta Inta-A Na Man.

Nach einem Militärputsch im vergangenen November herrscht in Guinea-Bissau politische Unsicherheit. „Es ist essentiell, den Dialog zwischen Religionen zu stärken, denn Frieden in unserem Land hängt stark von unserer Fähigkeit ab, zusammenzuleben und unsere Unterschiede zu respektieren“, zitiert Aciafrica Bischof Quematcha nach seinem Treffen mit Interimspräsident Horta Inta-A Na Man im Präsidentenpalast am 4. März. Der Übergangspräsident hatte nach dem Putsch vom 26. November 2025 in Guinea-Bissau die Macht übernommen.

Dialog für sozialen Frieden unerlässlich

Der Bischof verwies darauf, dass Christen und Muslime in Guinea-Bissau historisch relativ konfliktfrei zusammengelebt hätten; Dialog sei unentbehrlich, um den sozialen Frieden aufrechtzuerhalten, unterstrich er. Der Kapuziner hob weiter hervor, dass es mehr Zusammenarbeit zwischen der aktuellen politischen Führung des Landes und Religionsvertretern brauche. Diese Zusammenarbeit könne den sozialen Zusammenhalt fördern und die Werte des Friedens, des Dialoges und der Koexistenz unter den Bürgern stärken.

Übergangspräsident Horta Inta-A betonte vor Journalisten laut Aciafrica die Notwendigkeit nationaler Einheit. Die aktuelle Situation erfordere einen offenen und inklusiven Dialog zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen, hob er hervor. Er rief die Justizbehörden dazu auf, sich für eine glaubwürdige und unabhängige Rechtsprechung einzusetzen. Wenige Tage zuvor hatten Führer der Opposition in Guinea-Bissau die Putschregierung zum Dialog aufgerufen. 

Kirche bemüht sich um Vermittlung

Die Armee hatte den Putsch im November damit begründet, die Verschwörung eines Drogenbarons und mehrerer Politiker verhindern zu wollen. Guinea-Bissau ist ein Umschlagplatz des Kokainschmuggels.

Seit den politischen Umwälzungen positioniert sich die katholische Kirche als Stimme der Versöhnung und des nationalen Dialogs. Im Kontext des Putsches hatten die Bischöfe Bürger und Behörden aufgerufen, das menschliche Leben zu achten, die Grundrechte zu schützen und dem Gemeinwohl Priorität einzuräumen.

(aciafrica/vatican news – pr)

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09. März 2026, 10:59