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Bei einem hinduistischen Frühlingsfest in Neu Delhi (Archivbild) Bei einem hinduistischen Frühlingsfest in Neu Delhi (Archivbild)  (ANSA)

Indien: Bischöfe verurteilen Übergriff auf Migrantinnen

Christen verzeichnen eine zunehmende Gewalt gegen sprachliche und religiöse Minderheiten in Indien. In diesem Kontext berichten katholische Bischöfe und christliche Menschenrechtsgruppen über einen Übergriff auf Migrantinnen in der Hauptstadt Neu-Delhi, den sie verurteilen.

Die Indische Bischofskonferenz (CBCI) äußerte sich am 26. Februar in einer Pressemitteilung zu einem mutmaßlich rassistischen und sexistischen Übergriff in Neu Delhi auf drei Frauen, die aus dem nordöstlichen Bundesstaat Arunachal Pradesh stammen. Nachbarn griffen die Frauen am 20. Februar verbal an und verwendeten dabei abfällige und rassistisch aufgeladene Begriffe; es existiert ein Video von dem Vorfall. Die Frauen wandten sich an die Polizei und erstatteten Anzeige wegen Beleidigung ihrer Ehre und Feindseligkeit aufgrund von Religion oder Herkunft.

Bischöfe sehen wiederholte Übergriffe gegen Migranten  

Die Indische Bischofskonferenz (CBCI) zeigte sich laut Ucanews bestürzt über die „schändliche Tat“, die die kulturelle Vielfalt des Landes untergrabe. Gegen Minderheiten aus Nordostindien gebe es wiederholt Übergriffe in verschiedenen Landesteilen, so die Bischöfe, die von einem beunruhigenden Muster sprachen. „Solche Handlungen sind inakzeptabel“, erklärte die Bischofskonferenz und forderte die Bundes- und Landesregierungen auf, verstärkt Maßnahmen zu ergreifen, um die Öffentlichkeit für die Kulturen, Sprachen und Traditionen der nordostindischen Gemeinschaften zu sensibilisieren.

A.C. Michael, Koordinator des United Christian Forum, sprach gegenüber UCA News von zunehmender Gewalt gegen sprachliche und religiöse Minderheiten in Indien. Politische Führungskräfte hätten die Verantwortung, „Geschwisterlichkeit und nationale Einheit zu fördern“ statt durch hetzerische Äußerungen Spaltungen zu vertiefen, merkte er an. Minderheitenvertreter bemängeln, dass Verantwortliche oftmals nicht zur Verantwortung gezogen würden.

Nordosten Indiens ist arm und ethnisch vielfältig

Der Ministerpräsident von Arunachal Pradesh, Pema Khandu, solidarisierte sich laut UCA News mit den Opfern und verurteilte das „inakzeptable“ Verhalten der Täter, das in der Gesellschaft keinen Platz habe. „Wir stehen fest an der Seite unserer drei Schwestern, und ihre Sicherheit, Würde und Gerechtigkeit haben für uns höchste Priorität“, betonte Khandu.

Der Nordosten Indiens zeichnet sich durch eine große ethnische und sprachliche Vielfalt aus, mit über 200 Sprachen und zahlreichen indigenen Gemeinschaften, die sich ethnisch und kulturell vom Rest Indiens unterscheiden. Religionen in dieser Region sind Hinduismus, Islam sowie das Christentum. Viele Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze.

(ucanews/vatican news – pr)

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02. März 2026, 12:20