Christen geraten in Indien immer mehr unter Druck Christen geraten in Indien immer mehr unter Druck  (AFP or licensors)

Indien: Bundesstaat erschwert Religionswechsel erheblich

Ein Religionswechsel zum Christentum oder Islam wird im indischen Bundesstaat Maharashtra schwieriger. Das dortige Landesparlament verabschiedete am vergangenen Montag ein entsprechendes Gesetz. Christliche Verbände und die Opposition kritisierten diesen Schritt.

Konkret bestraft das Gesetz unrechtmäßige Bekehrungen, die unter dem Einfluss von Betrug, Zwang, Gewalt, Anstiftung oder Nötigung erreicht werden, mit bis zu siebenjähriger Haft. Erfolgt diese Bekehrung bei Frauen oder Kindern, fällt die Freiheitsstrafe mit bis zu zehn Jahren noch erheblich höher aus. Dies gilt allerdings explizit nicht für einen Religionswechsel zum Hinduismus. Dieser bleibt auch unter den genannten Kriterien straffrei.

Scharfe Kritik am Gesetz

Christliche Verbände und oppositionelle Poliker kritisieren das Gesetz. Sie fürchten, dass es dazu genutzt werden könnte, Muslime und Christen zu beschuldigen, Hindus zu bekehren. Besonders der wenig klare Begriff der Anstiftung könnte dazu führen, dass die humanitäre Arbeit christlicher Missionare, einschließlich der Bereitstellung von Bildung und Gesundheitsversorgung, unter Strafe gestellt werde.

Mit dem Bundesstaat Maharashtra verabschiedet bereits der 13. der insgesamt 28 indischen Bundesstaaten den sogenannten „Gesetzentwurf zur Religionsfreiheit“. Der Religionswechsel wird damit in fast der Hälfte aller indischen Bundesstaaten erheblich erschwert.

(ucanews - cf)

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18. März 2026, 10:29