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Markt nach dem Selbstmord-Attentat in Maiduguri Markt nach dem Selbstmord-Attentat in Maiduguri 

Nigeria: Terrorattacken zum Ramadan

Selbstmordattentäter haben bei mehreren Attacken in der nordostnigerianischen Stadt Maiduguri mindestens 26 Menschen getötet und 140 verletzt. Sie schlugen zeitgleich am Montagabend zu, während sich die muslimische Gemeinschaft auf das Fastenbrechen beim Ramadan vorbereitete, meldete der vatikanische Fidesdienst.

Drei Attentate richteten sich gegen den zentralen Markt, das Universitätskrankenhaus und ein Postamt. Maiduguri ist die Hauptstadt des Bundesstaates Borno und zählt mehr als eine Million Einwohner. Die Stadt gilt als Ursprungsort der jihadistischen Bewegung Boko Haram, die sich später in mehrere Gruppen aufspaltete. Der bedeutendste Flügel schloss sich dem sogenannten „Islamischen Staat“ an und bildete die „Islamic State’s West Africa Province“ (ISWAP).

Nach ersten Einschätzungen stehen hinter den Anschlägen Kämpfer, die dem ursprünglichen Kern von Boko Haram treu geblieben sind und weiterhin operative Zellen in Maiduguri und Umgebung unterhalten. Sicherheitskreise schließen jedoch eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen jihadistischen Gruppen nicht aus.

Warnung vor weiteren Angriffen

Das nigerianische Militär warnte vor weiteren möglichen Terrorakten. Geheimdienstinformationen zufolge könnten mehrere Selbstmordattentäter in Maiduguri bereitstehen, um koordinierte Anschläge an belebten Orten zu verüben. Die Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt wurden verstärkt. Bereits im Dezember war in Maiduguri eine Moschee Ziel eines Anschlags geworden.

Alle politischen Kräfte Nigerias verurteilten die Anschläge. „Die jüngsten Nachrichten aus Maiduguri im Bundesstaat Borno sind zutiefst erschütternd. Ich trauere um die Opfer, bekunde meine Solidarität mit den Verletzten und stehe der Bevölkerung von Borno in dieser schwierigen Zeit nahe“, erklärte Präsident Bola Tinubu vor seiner Abreise zu einem Staatsbesuch im Vereinigten Königreich. Vizepräsident Kashim Shettima betete bei einer Zeremonie in der Moschee der Präsidentschaft in Abuja für die Opfer und sagte: „Keine Religion rechtfertigt die Tötung Unschuldiger. Was auch immer die Motivation der Attentäter ist, möge Allah sie auf den rechten Weg führen oder sie von der Erde entfernen.“

(fides – gs)

 

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18. März 2026, 14:16