Syrien: Osterfeiern nur in Kirchen-Innenräumen
Als erste Konfession hatte das melkitisch-katholische Patriarchat in Damaskus diesen Schritt am Wochenende verkündet, weitere Kirchen folgten kurz danach, „aus Sorge um die Sicherheit der Gläubigen“, wie es in mehreren offiziellen kirchlichen Erklärungen heißt.
Berichte über Gewalt gegen Christen
Unmittelbarer Auslöser der Maßnahmen waren Berichte über einen bewaffneten Angriff auf die vor allem von Christen und Alawiten bewohnte Stadt Sukajlabijah im Zentrum Syriens. Medien berichteten von Attacken bewaffneter Personen aus umliegenden muslimischen Dörfern auf Häuser und Geschäfte, ohne dass staatliche Sicherheitskräfte eingegriffen hätten. Zuvor soll es zu Streitigkeiten gekommen sein. Belastbare Angaben zu Opfern gibt es bisher nicht.
An Orten in Syrien kam es in der Folge zu größeren Protesten, bei denen ein Ende der Gewalt, Gerechtigkeit sowie eine Bestrafung der Angreifer gefordert wurden. An den Protesten beteiligten sich laut örtlichen Medien breite Bevölkerungsgruppen. Das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Antiochien mit Sitz in Damaskus verurteilte den Angriff und forderte Ermittlungen.
Kritik an Staatsbesuch
Mit Blick auf den derzeitigen Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin übten Menschenrechtler und Stimmen aus der Politik auch in Deutschland scharfe Kritik an der als islamistisch geltenden Regierung in Syrien und an wiederholter Gewalt gegen Minderheiten durch radikale Muslime.
(kna – pr)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.