Indien: Dorfbewohner stören Karfreitagsgottesdienst
Eine mit Holzstöcken bewaffnete Menschenmenge von knapp 100 Personen stürmte laut Ucanews an Karfreitag das Gotteshaus im Dorf Motilocha-Singhbahali. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich laut Angaben des örtlichen Pastors Jagannath Hembrom etwa 60 Christen in der Kirche.
Friedensgespräch zwischen Gemeindevorstehern
Die Angreifer drohten den Christen die Vertreibung aus dem Dorf an, sollten sie nicht zur Stammesreligion der ansässigen Gemeinschaft zurückkehren. Derzeit befinden sich die christlichen Familien in Nachbardörfern, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Die örtliche Polizei berichtete von einem Friedensgespräch zwischen den Gemeindevorstehern, um den Frieden wiederherzustellen. Festnahmen wären keine erfolgt.
Religiös motivierte Angriffe
Der Vorfall ist Teil einer Reihe von religiös motivierten Angriffen auf die christliche Minderheit vor Ort. Bereits im Januar dieses Jahres töteten Unbekannte eine dreiköpfige christliche Familie in einem benachbarten Bezirk. Laut Aussagen der Dorfbewohner hetzten wenige politische Führer die Bevölkerung gegen die Christen vor Ort auf.
(uca news – cf)
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