Kreuzschändung: Jüdische Initiative beklagt Werteverrat
Sie verurteilten die Tat als „Schändung des Namens Gottes“ und baten bei Christen weltweit um Entschuldigung. Initiiert wurde der Brief von der pro-israelischen Gruppe „Israel365 Action“, die sich für eine jüdisch-christliche Allianz einsetzt.
Am Sonntag war in Sozialen Medien das Bild eines Mannes in israelischer Armeeuniform erschienen, der im christlichen Dorf Debel im Süden Libanons einer gestürzten Jesusfigur am Kreuz mit einem Spalthammer auf den Kopf schlägt. Die israelische Armee bestätigte die Echtheit des Fotos und teilte am Dienstag mit, dass der Haupttäter für 30 Tage in Militärhaft muss. Die gleiche Strafe erhalte der Soldat, der die Tat fotografiert hat, so die israelische Armee in einer Antwort auf eine Presseanfrage der Katholischen Nachrichte-Agentur. Beide Soldaten würden vom Kampfeinsatz abgezogen, berichtet auch die Times of Israel unter Berufung auf das Militär.
Weitere Konsequenzen geprüft
Weitere sechs Soldaten waren bei dem Vorfall anwesend und unternahmen nichts, um ihn zu verhindern oder zu melden, wie die Armee weiter mitteilte. Über mögliche Konsequenzen für sie werde nach klärenden Gesprächen zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Ferner werde man den Truppen die Vorschriften zum Umgang mit religiösen Einrichtungen und Symbolen einschärfen. Das Verhalten der Soldaten sei „völlig von den Befehlen und Werten der israelischen Streitkräfte“ abgewichen. Auf der Plattform X teilte die Armee mit, das Kreuz sei in Absprache mit der Gemeinde in Debel ersetzt worden.
Die katholische Kirche in Israel hatte in einer Stellungnahme von Montag von einer „schweren Beleidigung des christlichen Glaubens“ gesprochen. Sie reihe sich ein in weitere gemeldete Vorfälle von Schändungen christlicher Symbole durch israelische Soldaten, so die Versammlung der katholischen Bischöfe des Heiligen Landes.
(kna/times of israel - cs)
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