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Ein Fahrzeug des Roten Kreuzes am Ort des Angriffs Ein Fahrzeug des Roten Kreuzes am Ort des Angriffs 

Nigeria: Katholisches Sekretariat verurteilt Massaker am Palmsonntag

Vertreter des Katholischen Sekretariats von Nigeria (CSN), der Verwaltungszentrale der Katholischen Bischofskonferenz von Nigeria (CBCN), haben die Ermordung von 27 Menschen am Palmsonntag verurteilt und die Regierung zu Maßnahmen aufgefordert, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung unterstrichen die Vertreter des CSN mit Blick auf den Angriff in der Diözese Jos: „Jeder Mensch auf dem Gebiet Nigerias besitzt eine unantastbare Würde, die ihm von Gott verliehen und durch das Gesetz geschützt ist. Kein Leben ist unbedeutend, und kein Nigerianer darf jemals ungeschützt bleiben.“ In der Diözese hatten an Palmsonntag Unbekannte einen nächtlichen Angriff auf die Bewohner einer mehrheitlich christlichen Gemeinde verübt.

Konkrete Maßnahmen

Die vorrangige Pflicht des Staates sei der Schutz des Lebens, doch das Blutvergießen in Jos deute auf eine Vernachlässigung dieser Pflicht hin, so die CSN-Vertreter.Daher forderten sie die Behörden auf, über routinemäßige Verurteilungen hinauszugehen, um das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen. Konkret brauche es proaktive Sicherheitsmaßnahmen, damit Gemeinden nicht länger vermeidbaren Angriffen ausgesetzt sind, sowie medizinische Versorgung und angemessene Unterstützung für die betroffenen Familien und Gemeinden.

Solidarität und Wiederaufbau

Das Blut Unschuldiger dürfe nicht zum Markenzeichen Nigerias werden, vielmehr müsse die Unantastbarkeit des Lebens das Fundament des nationalen Gewissens bleiben, so die nigerianischen katholischen Amtsträger. Die Nigerianer sollten sich solidarisch mit den Opfern und ihren Familien zu zeigen und sich erneut dem Aufbau einer Nation zu verpflichten, in der jedes Menschenleben geschätzt und geschützt wird.

Nuntius spricht Beileid aus

Auch der Apostolische Nuntius in Nigeria, Erzbischof Michael Francis Crotty, sprach den Familien der Opfer sein Beileid auf und forderte Gerechtigkeit für die Opfer. Für Gewalt gebe es nie eine Rechtfertigung. In Anbetracht der tieferen Bedeutung der Karwoche ermutigte Erzbischof Crotty die Christen, Kraft aus dem Leiden und der Auferstehung Jesu Christi zu schöpfen.

(aciafrica – cf)

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03. April 2026, 12:12