Libyen: Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer
Vatican News
Das Boot mit 33 sudanesischen Migranten an Bord war etwa 100 Kilometer vor der Küste der ostlibyschen Stadt Tobruk gekentert. Die Zahl der Todesopfer liegt laut Angaben des UNHCR Libyen bei mindestens 17 Toten und neun Vermissten. Nur sieben Menschen sollen überlebt haben.
Tagelang auf See getrieben
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) berichtete, die Überlebenden hätten vor ihrer Rettung tagelang auf See getrieben. Einige der Migranten seien vermutlich an Hunger und Durst gestorben. Das Schiff, das von Tobruk aus in See gestochen war, befand sich auf dem Weg zur griechischen Insel Kreta, als es etwa 60 Seemeilen vor der ostlibyschen Stadt kenterte.
Die IOM verzeichnete für die erste Jahreshälfte 2026 die höchsten Todeszahlen für Migranten auf dem Mittelmeer seit 2014. Allein im zentralen Mittelmeer seien bereits 765 Migranten egstorben, ein Anstieg um 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Anfang April erlitten etwa 80 Migranten Schiffbruch bei dem Versuch, von der libyschen Küste aus das Mittelmeer zu überqueren.
Von Ostlibyen nach Griechenland
Diese jüngste Tragödie mit Migranten, die von Tobruk aus in See stachen, bestätigt die Entstehung einer neuen Route für Migranten nach Europa: die Route von Ostlibyen nach Kreta. Laut Angaben der Vereinten Nationen erreichten im Jahr 2026 etwa 2.500 Menschen von Tobruk aus die Küste Kretas.
Haupt-Heimatländer der Migranten seien Sudan, Afghanistan, Bangladesch und Ägypten. Nach Angaben der griechischen NGO Refugee Support Aegean hat sich dieser Zustrom im vergangenen Jahr vervierfacht.
(vatican news)
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