Frankreich: „Eine Ehre für unser Land“
Das schrieb der französische Präsident Emmanuel Macron am Samstag auf X. Er reagierte damit auf die Ankündigung des Vatikans, dass Leo vom 25. bis 28. September nach Frankreich reisen wird. Der Papst plant dort unter anderem einen Auftritt am Pariser Hauptsitz der UNO-Kulturorganisation Unesco.
Auch der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz, Kardinal Jean-Marc Aveline, äußerte sich „froh und zutiefst dankbar“ für die angekündigte Visite. Zugleich bedeute die Reise auch „eine große Verantwortung“, sagte der Erzbischof von Marseille in einem Gespräch mit Vatican News. Die Kirche in Frankreich stehe vor vielen Herausforderungen und hoffe, dass der Papst ihr für die nächsten Jahre so etwas wie einen „Fahrplan“ vorgeben könne.
Hoffnung auf einen „Fahrplan“
Aveline wünscht sich, dass Leo XIV. auch eine Ansprache an das Provinzialkonzil der Hauptstadtregion Île-de-France halten wird. Dieses Konzil beschäftigt sich bis 2027 mit dem Phänomen erwachsener Taufbewerber in Frankreich.
Präsident Macron hatte den Papst im April im Vatikan getroffen. Dabei hat er ihn nach eigenen Angaben auch zu einem Besuch in Frankreich eingeladen. Ein genaues Programm für die Visite ist noch nicht bekannt. Doch wird es sich um den ersten offiziellen Frankreich-Besuch eines Papstes seit Benedikt XVI. (2005-2013) handeln. Der deutsche Papst besuchte Frankreich im September 2008.
Erster Staatsbesuch seit Benedikt XVI.
Papst Franziskus (2013-2025) hat Frankreich während seines Pontifikats mehrfach besucht (2014 Straßburg, 2023 Marseille, 2024 Korsika). Dabei handelte es sich aber in keinem Fall um einen als solchen deklarierten, offiziellen Besuch in Frankreich.
Leo XIV. ist seit dem 8. Mai des vergangenen Jahres Papst. Er besuchte bislang die Türkei und den Libanon, Monaco sowie vier afrikanische Länder. Anfang Juni wird er nach Spanien reisen.
(vatican news – sk)
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