Mosambik: Kirche verurteilt barbarische Gewalt gegen Christen
P. Bernardo Suate und Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt
Am 30. April hatten Terroristen den Ort Meza im Norden des Landes ins Visir genommen. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Mosambik, Inácio Saúre, ist schockiert von dem Angriff auf die katholische Mission St. Louis-Marie de Montfort in Minheueni in der Diözese Pemba. Diese wurde im Jahr 1946 von Montfortanern aus den Niederlanden gegründet und gilt als authentisches Erbe der ersten Jahre der Evangelisierung von Cabo Delgado. Nun ist von der katholischen Mission kaum noch etwas übrig.
Mission in Trümmern, Hassbotschaften verbreitet
„Am späten Donnerstagnachmittag brannten die Angreifer die Pfarrkirche São Luís Maria de Montfort, das Sekretariat und die Residenz der Missionare nieder, verwüsteten den Kindergarten und ließen, kurz gesagt, die gesamte Mission in Trümmern zurück", berichtet uns Erzbischof Inácio Saúre spürbar geschockt.
Doch das war noch nicht alles:
„Als ob diese barbarische Zerstörung der Infrastrukturen, die dem religiösen und sozialen Dienst der Gemeinschaft dienen, nicht schon genug wäre, verbreiteten die Angreifer erneut deutlich und nachdrücklich Hassbotschaften gegen die Christen."
Warnung vor einer Spirale der Gewalt
Der Angriff auf die Mission der Montfortaner (SMM) ist der jüngste in einer Reihe von Attacken, die Militanten mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat in Mosambik zugeschrieben werden. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz des Landes fordert in dieser Situation eindringlich ein Ende von Hass und Gewalt gegen Christen und wirbt für Dialog:
„Hört auf, Zerstörung und Tod zu säen, hört auf, zu Christenfeindlichkeit anzustacheln! Möge Islamfeindlichkeit niemals aufkommen, denn die Muslime sind nicht unsere Feinde, sie sind unsere geliebten Geschwister."
Der Erzbischof von Nampula betont, dass die Christen vor Ort immer friedlich seien und Gewalt ablehnen:
„Dies steht in völligem Widerspruch zu unserer Kultur des friedlichen Zusammenlebens zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser Überzeugungen in Mosambik, zu unserem Selbstverständnis, unserem Handeln und unserem Leben in Frieden", erklärt Erzbischof Saúre. Er stellt sich im Namen der Bischofskonferenz und aller Christen deutlich gegen Gewalt und ruft im Statement für die Vatikan-Medien eindringlich zu Achtung und Liebe unter den Menschen und Religionen in Mosambik auf:
„Angesichts dieses weiteren verwerflichen Vorfalls möchte ich als Mosambikaner, als Christ und als Vorsitzender der Mosambikanischen Bischofskonferenz meine entschiedenste Ablehnung der Gewalt gegen Christen zum Ausdruck bringen. Ich appelliere eindringlichst an den gegenseitigen Respekt und die Liebe unter denen, die sich als Kinder Gottes bezeichnen, und in unserem speziellen Fall unter den Gläubigen der abrahamitischen Religionen wie dem Christentum und dem Islam. Denn der Gott Abrahams, der Gott Mohammeds und der Gott Jesu Christi ist kein Gott des Hasses und des Verbrechens, sondern ein Gott der Liebe."
Er selbst sei auch nach den jüngsten schrecklichen Angriffen auf Christen weiter sicher, „dass alle Menschen, ob gläubig oder nicht, nicht nur in Harmonie und Frieden zusammenleben können, sondern dies auch tun müssen. Wer Ohren hat, der höre" - mit diesem Appell schließt der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Mosambik und Erzbischof von Nampula, Inácio Saúre, sein Statement nach der brutalen Attacke auf die katholische Mission St. Louis-Marie de Montfort in der Diözese Pemba vom 30. April.
Hintergrund
Cabo Delgado ist eine der ärmsten Provinzen Mosambiks. Im Norden des Landes gibt es jedoch reichhaltige Vorkommen an Bodenschätzen und Erdgasreserven, und zahlreiche westliche Unternehmen sind an der Gewinnung dieser Ressourcen beteiligt.
(vatican news - sst)
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