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Pater Gabriel Romanelli, Pfarrer der römisch-katholischen Gemeinde in Gaza, bei der Ostersonntagsmesse am 5. April 2026 Pater Gabriel Romanelli, Pfarrer der römisch-katholischen Gemeinde in Gaza, bei der Ostersonntagsmesse am 5. April 2026  (AFP or licensors)

Papsttelefonat mit katholischem Pfarrer in Gaza: Leo XIV. gibt Hoffnung

Papst Leo XIV. ist der einzigen römisch-katholischen Pfarrei in Gaza weiter nahe. Pater Gabriel Romanelli, Pfarrer in Gaza-Stadt, berichtet, dass Papst Leo sich erst am Montag wieder einmal bei ihm gemeldet hat, um seine Verbundenheit und Gebete zu bekunden. Der Pater erklärt gegenüber den vatikanischen Medien, dass die Worte des Heiligen Vaters stets ein Ansporn seien, „weiterzumachen und Gutes zu tun“.

Francesca Sabatinelli und Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt

„Der Papst hat uns am vergangenen Montag eine schriftliche Botschaft geschickt, in der er seine Verbundenheit ausdrückt und Gott um Fürsprache für uns und das ganze palästinensische Volk zum Ausdruck bringt." Der Papst wisse auch um die Schwierigkeiten bei der Ausgabe von humanitären Hilfen. „Er gibt uns immer seinen Segen und ermutigt uns stets, Hoffnung zu haben. Die Lage ist im gesamten Gazastreifen weiterhin sehr angespannt, und daher ermutigen uns die Worte des Heiligen Vaters, sein Gebet und mit ihm das Gebet der ganzen Kirche und vieler Menschen auf der ganzen Welt, die sich Frieden wünschen, immer wieder, weiterzumachen und Gutes zu tun“.

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Trotz Waffenruhe weiter Tote

Zur Lage in Gaza sagt Romanelli, dass „der im Oktober in Kraft getretene Waffenstillstand die Situation ein wenig verbessert hat, insofern, als es keine Flächenbombardements mehr gibt; dennoch sterben Menschen, sie werden getötet - bisher mehr als 800 Tote. Außerdem mangelt es sehr stark an humanitärer Hilfe, Wasser, Strom, den alltäglichen Dingen des Lebens und auch an der Hoffnung, dass sich die Lage bessern möge“. In diesem so ernsten Kontext, so Pater Romanelli, „danken wir dem Heiligen Vater stets für seine Nähe und allen Menschen auf der Welt, die für den Frieden in Palästina, in Israel und vor allem für das Ende des Krieges in diesem Teil Palästinas, nämlich im Gazastreifen, beten“.

„Wir danken dem Heiligen Vater stets für seine Nähe und allen Menschen auf der Welt, die für den Frieden in Palästina, in Israel und vor allem für das Ende des Krieges in diesem Teil Palästinas, nämlich im Gazastreifen, beten“

Papst Leo XIV. ist - wie bereits sein Vorgänger, Papst Franziskus, in ständigem Kontakt mit der Pfarrei in Gaza und telefonierte auch schon mit Pater Romanelli. Mitte März hatte Papst Leo XIV. ein Telefongespräch mit dem Präsidenten des Staates Palästina, Mahmoud Abbas. In dem Gespräch, das auf Initiative von Abbas zustande kam, ging es um die Entwicklungen im Nahostkonflikt und die dramatischen Lebensbedingungen des palästinensischen Volkes. Der Papst bekräftigte das Engagement des Heiligen Stuhls für Frieden, der durch politischen und diplomatischen Dialog sowie die uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts erreicht werden soll.

(vatican news - sst) 

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06. Mai 2026, 15:02