Philippinen: Bischöfe fördern landesweite Frauennetzwerke
Das Netzwerk für Frauen wurde von der Katholischen Bischofskonferenz der Philippinen (CBCP) am 22. Mai in ihrem Hauptsitz in Manila ins Leben gerufen. Die Bischöfe haben mehrere Büros eingerichtet, um ein landesweites Netzwerk von Frauen in den Diözesen zu schaffen.
Notwendiger Schritt
Die Einrichtung dieses Netzwerks sei notwendig geworden, da es in vielen Diözesen keine Büros gebe oder die Zusammenarbeit mit der Konferenz unzureichend sei, erklärte Bischof Isabelo Caiban Abarquez, Leiter des Büros für Frauen. Laut Angaben des Frauenreferats haben von den 84 Diözesen des Landes nur 14 vollständig oder teilweise Frauenreferate eingerichtet. In anderen Diözesen würden ähnliche Dienste „neu als eigenständige Büros eingerichtet oder vorübergehend in andere Dienste integriert, die sich ebenfalls mit Frauen befassen“, so ein Sprecher des Referats.
Die Zukunft unserer Evangelisierung erfordert die volle Teilhabe von Frauen
Frauen hätten „schon immer eine einzigartige und unverzichtbare Rolle“ in Kirche und Gesellschaft gespielt, sagte Abarquez während des Gottesdienstes am 22. Mai. Mit dieser Messe wurde das Netzwerk ins Leben gerufen. Doch sie seien mit „schmerzhaften Realitäten“ wie Armut, Gewalt und Diskriminierung konfrontiert, fügte er hinzu. „Die Zukunft unserer Evangelisierung erfordert die volle Teilhabe von Frauen“, betonte der 69-jährige Bischof.
Global Gender Gap Index
Die Philippinen sind im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern am höchsten im Global Gender Gap Index 2025 des Weltwirtschaftsforums gelistet. Das Land belegt weltweit Platz 20 und liegt damit deutlich vor Singapur (Platz 47), der Mongolei (Platz 65) und Thailand (Platz 66). Dennoch sei die Situation katholischer Frauen auf den Philippinen „uneinheitlich“, erklärte Stephanie Ann Puen, Laientheologin an der jesuitischen Ateneo de Manila University. „Manche Frauen werden recht gut behandelt“, und „anderswo ist die Lage wirklich sehr, sehr schlecht“, sagte sie. Viele Fälle von Diskriminierung seien „oft sehr subtil“ und „tief verwurzelt“, so Puen. Dabei würden manche Bereiche der Kirche oft als „reine Frauenräume“ wahrgenommen und diese „als minderwertiger als andere Bereiche der Kirche angesehen“ werden, fügte sie hinzu. Puen bezeichnete den Aufbau des diözesanen Netzwerks für Frauen als „guten Ansatz“. Die wichtigeren Fragen beträfen jedoch, ob und welche Ressourcen für die Initiative bereitgestellt würden und wie Frauen durch das Netzwerk explizit unterstützt würden.
(ucan – nm)
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