USA: Vance lobt Enzyklika
Er habe „Magnifica humanitas“ zwar bisher nur in Auszügen und Berichten zur Kenntnis genommen, so Vance gegenüber NBC News. Doch was er gelesen habe, klinge „sehr tiefgründig“. Vance wörtlich: „Das ist genau die Art von Äußerung, die man von einem Kirchenoberhaupt erwarten und erhoffen würde.“ Moralische Grundsätze könnten sich nicht ändern, wohl aber „die Art und Weise, wie man diese Grundsätze anwendet“, fuhr er fort.
Vance ist der zweite Katholik im Amt des Vizepräsidenten und ein Befürworter der KI-Technologie. In dem Interview ging er auch auf die Ausführungen des Papstes zum Begriff des „gerechten Krieges“ ein. „Es gibt neue Technologien und neue Formen der Kriegsführung; daher muss man die Lehre vom ‚gerechten Krieg‘ aktualisieren“, sagte Vance. Ähnliches gelte für die gesamte katholische Soziallehre. „Und ich glaube, genau das versucht der Papst zu tun. Daher bin ich froh, dass er diesen Schritt gegangen ist.“
Leo XIV. ist der erste US-Amerikaner im Amt des Papstes. Vance hat sich im vergangenen April im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg auf die Theorie des gerechten Krieges berufen. Dem widersprach kurz darauf Weihbischof James Massa aus Brooklyn (New York), der Vorsitzende des Ausschusses für Glaubensfragen der US-Bischofskonferenz, in einer Erklärung, in der er die kirchliche Lehre verteidigte. Dabei nahm er jedoch keinen direkten Bezug auf Vance.
Schon vor der Veröffentlichung der Enzyklika hat Vance am 19. Mai gegenüber der Presse erklärt, dass das Dokument „zahlreiche Erkenntnisse enthalten werde – solche, denen ich wohl teilweise zustimmen, teilweise aber auch nicht zustimmen werde; doch bin ich der Überzeugung, dass es sich um ein sehr, sehr bedeutendes Dokument handeln wird.“
(ucanews – sk)
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