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Persönlich hat der Nuntius (hier links im Bild) den Konvoi begleitet, bis er bei den Menschen ankam. Persönlich hat der Nuntius (hier links im Bild) den Konvoi begleitet, bis er bei den Menschen ankam.  

Beschuss im Libanon: Hilfskonvoi mit Nuntius muss Route ändern

Ein Konvoi aus 45 Lastwagen und Fahrzeugen, beladen mit Lebensmittelhilfen, Medikamenten und Treibstoff für drei christliche Dörfer im Südlibanon, hat aufgrund von Schusswechseln zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah seine Route ändern müssen. „Wir befinden uns in einer Kriegssituation, aber wir werden den Menschen weiterhin helfen“, bekräftigte der mitreisende apostolische Nuntius gegenüber Radio Vatikan.



Giada Aquilino – Vatikanstadt

Ein humanitärer Konvoi, der vom Apostolischen Nuntius im Libanon, Erzbischof Paolo Borgia, gemeinsam mit der Caritas und anderen katholischen Organisationen organisiert wurde und auf dem Weg zu drei christlichen Dörfern im Südlibanon war, musste am Donnerstag seine Route ändern.

Hilfskonvoi mit Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff

Grund dafür sei „ein Feuergefecht“ zwischen der israelischen Armee (IDF) und den Hisbollah-Milizen gewesen, berichtete Erzbischof Borgia gegenüber Vatican News. Er erläuterte, was kurz vor der Ankunft der aus 45 Lastwagen und Fahrzeugen bestehenden Gruppe, die am frühen Morgen in Beirut aufgebrochen war, im Dorf Debel südlich von Tyros geschehen war.

„Wir saßen alle im Auto, in einem langen Konvoi, der humanitäre Hilfsgüter verschiedener Art transportierte, vor allem Lebensmittel, Obst, Gemüse und Wasser sowie Medikamente und Treibstoff“, die nicht nur für die Bevölkerung von Debel, sondern auch für zwei weitere Dörfer, Ain Ebel und Rmech, bestimmt waren. „Außerdem gab es Waren, die für die Geschäfte in der Gegend bestimmt waren – angesichts der derzeitigen Versorgungsengpässe, Anm. d. Red. – und gleichzeitig für die Landwirte und Viehzüchter, damit das Leben in den Dörfern irgendwie wieder ein wenig in Gang kommen kann.“

On the road im Südlibanon: der vom Nuntius begleitete Hilfskonvoi
On the road im Südlibanon: der vom Nuntius begleitete Hilfskonvoi

Schüsse zwingen Konvoi zum Ausweichen

Unter den Fahrzeugen befanden sich auch Autos mit Anwohnern der Gegend: Sie wollten einfach nur in ihre Häuser zurückkehren, nachdem sie wochenlang evakuiert worden waren. Dann seien Schüsse gefallen. In einer Situation ständiger Eskalation spricht der Nuntius nicht von Panik unter den Anwesenden zum Zeitpunkt der Schüsse, sondern reflektiert: „Das sind Dinge, die Angst machen, man versucht dann, sie mit der Gelassenheit des Augenblicks zu nehmen.“

Wegen der entstandenen zusätzlichen Unsicherheit sei es nicht möglich gewesen, die mit den zuständigen Behörden abgestimmte Route weiter zu befahren. Deshalb habe der Konvoi „umkehren und eine ganz andere Route nehmen“ müssen, „wobei neue Genehmigungen eingeholt werden mussten, um sicher weiterfahren zu können“. Schließlich sei man aber „nach zehn Stunden“ dennoch in Debel angekommen.

Freude bei Ankunft der Hilfsgüter
Freude bei Ankunft der Hilfsgüter

Kirche ist präsent

„Die Menschen brauchen das Gefühl, verstanden und begleitet zu werden, umgeben von der Liebe der Kirche selbst.“

Was Erzbischof Borgia hervorhebt, ist die entscheidende Bedeutung der Hilfslieferungen an Dörfer, die aufgrund der laufenden Kriegshandlungen faktisch vom Rest des Landes abgeschnitten sind. Das Ziel, so betont er, „ist es, in diese Gebiete zurückzukehren“. „Wir befinden uns in einer Kriegssituation, aber wir werden unser Engagement fortsetzen, um den Menschen zu helfen; ich glaube, schon nächste Woche wird es einen weiteren Konvoi geben.“

Die Lieferung vom Donnerstag (11. Juni 2026) „war der 20. Besuch im Süden mit 17 humanitären Konvois und 3 Pastoralbesuchen seit Beginn des Krieges“ im Libanon am 2. März. Es sei wichtig, vor Ort zu sein, fährt er fort, „denn das gibt den Menschen die Möglichkeit, dort zu bleiben und zu überleben“. Es gehe nicht nur um materielle Hilfe: „Mit unserer Anwesenheit bringen wir die Präsenz des Papstes, der Weltkirche und der libanesischen Kirche mit, zusammen mit Nähe und Solidarität, denn die Menschen brauchen das Gefühl, verstanden und begleitet zu werden, umgeben von der Liebe der Kirche selbst.“

(vatican news - pr)

 


 

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14. Juni 2026, 10:22