Vietnam: 70.000 Gläubige erwartet
Der Priester, der für seine Arbeit in armen, ländlichen Gebieten bekannt war, wird am 2. Juli im Wallfahrtsort Tac Say seliggesprochen, wo er auch begraben ist. Papst Leo schickt dazu den philippinischen Kurienkardinal Luis Antonio Tagle. Die Veranstalter wollen ein fünf Hektar großes Gelände nutzen und Großbildschirme aufstellen.
Diep wirkte im Mekong-Delta sowie in einem Landesteil, der heute zu Kambodscha gehört. Während des sogenannten Indochina-Kriegs blieb er trotz der Gefahr bei den ihm anvertrauten Gläubigen und wurde von japanischen Soldaten getötet. Seine Verehrung reicht weit über die katholische Gemeinschaft Vietnams hinaus. Dementsprechend betont der zuständige Generalvikar Peter Vu Van Hai, dass die Feiern zur Seligsprechung „offen für alle“ sein werden.
Immer bessere Beziehungen Vietnams zum Vatikan
Die katholische Kirche in Vietnam wirkt in einem politisch restriktiven Umfeld. Obwohl rund sieben Millionen Katholiken ihren Glauben offen praktizieren und die Kirche über ein dichtes Netz von Diözesen, Pfarren und Bildungseinrichtungen verfügt, unterliegen religiöse Gemeinschaften einer staatlichen Kontrolle durch die kommunistische Führung. Zugleich haben sich die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Vietnam in den vergangenen Jahren spürbar verbessert. Seit 2023 verfügt der Vatikan über einen ständigen Vertreter im Land, wenngleich noch keine vollen diplomatischen Beziehungen bestehen.
(ucanews/kap – sk)
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