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Katholikin mit Rosenkranz in Indien - Agenturbild, 2017 Katholikin mit Rosenkranz in Indien - Agenturbild, 2017 

Indien: Kirche organisiert Gebetstag für Hilfs-Dienste

Die Katholische Bischofskonferenz Indiens (CBSI) ruft die Gläubigen auf, den 28. Juni als nationalen Gebetstag zu begehen. Hintergrund ist ein Gesetzentwurf zur Änderung der Vorschriften über ausländische Finanzmittel, der nach Ansicht der Kirche negative Auswirkungen auf die Bildungs-, Gesundheits- und Sozialdienste im Land haben könnte.

Vatican News

Der Foreign Contribution Regulation Act (FCRA) soll in Kürze dem indischen Parlament zur Prüfung vorgelegt werden. Er könnte nach Ansicht der katholischen Kirche erhebliche Auswirkungen auf die sozialen und pastoralen Werke der Kirche haben. Die Bischofskonferenz rief daher per Rundschreiben, das vom Vorsitzenden der CBCI, Kardinal Anthony Poola, unterzeichnet wurde, Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien zum Gebetstag auf. Es gelte, für die Nation, für die staatlichen Behörden und für den Schutz der Freiheit der Kirche zu beten, damit diese ihre Mission im Dienst der Gesellschaft fortsetzen könne. Das Rundschreiben sollte in die lokalen Sprachen übersetzt und diesen Sonntag (21. Juni), in allen Kirchen und Gottesdienststätten verlesen werden, damit möglichst viele Gläubige aktiv am Gebetstag am 28. Juni teilnehmen können.

Hintergrund

Der Entwurf zur Reform der Rechtsvorschriften, die Zuwendungen aus dem Ausland regeln, hat vor allem wegen der möglichen Auswirkungen auf die karitativen, bildungsbezogenen, gesundheitlichen und sozialen Aktivitäten, die von den Kirchen und christlichen Einrichtungen in ganz Indien gefördert werden, Besorgnis ausgelöst. Die Bischöfe befürchten, dass sich die neuen Vorschriften negativ auf das Engagement der Ortskirche auswirken könnten, die seit Jahrzehnten Millionen von Menschen unterstützt, insbesondere in den am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Nationaler Gebetstag

Der Vorsitzende der CBCI hat die Gläubigen daher aufgerufen, den 28. Juni im Geiste des Glaubens, der Einheit und der ökumenischen Zusammenarbeit zu begehen und dabei auch andere Kirchen und christliche Konfessionen einzubeziehen. So laden die Bischöfe Indiens alle Gläubigen ein, die gemeinsamen Gebetszeiten zu intensivieren, am Rosenkranzgebet und an Initiativen zur eucharistischen Anbetung teilzunehmen sowie freiwillige Formen des Fastens zu praktizieren – als Zeichen des Vertrauens in Gott und der verantwortungsvollen Teilhabe am Leben des Landes.

Ökumenische Dimension

Das Rundschreiben ermutigt Diözesen, Pfarreien, Institutionen und religiöse Gemeinschaften, ökumenische Gebetstreffen zu organisieren, die auch anderen christlichen Gemeinschaften zur Teilnahme offenstehen. Parallel dazu wird auch eine Form des demokratischen und friedlichen Ausdrucks der eigenen Anliegen vorgeschlagen: die Erstellung von Memoranden, die über Abgeordnete und Vertreter der lokalen gesetzgebenden Versammlungen an die Zentralregierung übermittelt werden sollen. Diese von Gläubigen und Menschen guten Willens unterzeichneten Dokumente sollen die möglichen negativen Folgen der Reform für die kirchlichen Aktivitäten aufzeigen.

Kardinal Poola ruft alle Katholiken auf, fest im Glauben zu bleiben und sich weiterhin für Frieden, Gerechtigkeit, sozialen Zusammenhalt und das Gemeinwohl der Nation einzusetzen. Die CBCI vertraue Indien und die Kirche der mütterlichen Fürsprache der Jungfrau Maria an. 

 

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18. Juni 2026, 14:40