Pfarrer Crepin Martial Monga-Hadassie wurde in der Zentralafrikanischen Republik getötet Pfarrer Crepin Martial Monga-Hadassie wurde in der Zentralafrikanischen Republik getötet 

Afrika: Mit Pfarrer Monga wurde eine Stimme des Friedens getötet

Pfarrer Crepin Martial Monga-Hadassie, Priester der Diözese Bangassou in der Zentralafrikanischen Republik, wurde am 29. Juni vor seinem Pfarrhaus ermordet. Der Geistliche war bekannt für sein großes Engagement für den Dialog und den sozialen Zusammenhalt in einer der am stärksten gefährdeten Regionen Afrikas. Die Beerdigung fand am 1. Juli statt.

Crépin Martial Monga setzte sich stets unermüdlich für die Versöhnung in einem Teil der Zentralafrikanischen Republik ein, nämlich im Haut-Mbomou im Südosten des Landes, wo Gewalt und die Zahl der Vertriebenen weiter zunehmen und damit die Friedensbemühungen sowie das Leben der Zivilbevölkerung ernsthaft gefährden. Der Priester, Vikar der katholischen Pfarrei St. Johannes der Täufer in Zémio, der für seine seelsorgerischen Aufgaben, aber auch für seine zentrale Rolle bei den lokalen Friedensbemühungen in der Region bekannt war, wurde am Abend des 29. Juni vor seinem Pfarrhaus erschossen; seine Beisetzung fand an diesem Mittwoch in der Kathedrale Saint Pierre Claver in Bangassou statt.

„Pfarrer Crépín setzte sich sehr für den Dialog ein. Es ist möglich, dass er ermordet wurde, um den laufenden Friedensprozess in Zemio zu blockieren“

Wie der vatikanische Pressedienst Fides und andere Medien berichten, hatte Pfarrer Monga das Lokale Komitee für Frieden und Versöhnung von Zémio (CLPR) koordiniert, eine Einrichtung, die laut Fides „als Vermittler zwischen den Gemeinschaften, den lokalen Behörden und anderen Akteuren in der Region fungiert, in der oft die katholische Kirche durch ihre Priester und Pfarrstrukturen de facto diese Rolle der Vermittlung und des Schutzes für die Bevölkerung übernimmt“.

In einer Erklärung des Symposiums der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) bezeichnete Bischof Aurelio Gazzera, ein italienischer Karmeliterpriester aus der Diözese Bangassou, die Ermordung als „einen enormen Verlust für die örtliche Gemeinde und für die Diözese“ und würdigte zugleich das Engagement des Priesters für Frieden und Versöhnung in der Region. Gazzera bestätigte den Tod des 35-Jährigen und erklärte: „Pfarrer Crépín setzte sich sehr für den Dialog ein. Es ist möglich, dass er ermordet wurde, um den laufenden Friedensprozess in Zémio zu blockieren“, sagte der Bischof gegenüber Fides.

Eine der Schlüsselfiguren 

Als Koordinator des Lokalen Komitees für Frieden und Versöhnung von Zémio war Monga in einer Vermittlungsgruppe tätig, die lokale Gemeinschaften, zivile Behörden und andere Akteure zusammenbrachte, um Spannungen abzubauen und weitere Gewalt zu verhindern. Seine Position, so wird von vielen Seiten betont, machte ihn zu einer der Schlüsselfiguren, die sich für die Aufrechterhaltung des Dialogs und des sozialen Zusammenhalts in einer der fragilsten Regionen des Landes einsetzten.

Mitten auf der Straße erschossen

Fides meldete, dass der Priester nach bisher vorliegenden Informationen offenbar Opfer eines Hinterhalts auf offener Straße unweit seiner Pfarrei wurde. Er soll von mindestens einem Schuss getroffen worden und sofort tot gewesen sein, während eine weitere Kugel eine ihn begleitende Person verletzte. Die Sicherheitslage in der Präfektur Haut-Mbomou verschlechtert sich laut lokalen Medienberichten seit mehreren Wochen zunehmend. Gewalt prägt die Region, in der auch ethnische Konflikte und der Kampf um die Kontrolle von Territorien und Bodenschätzen zur Instabilität beitragen.

Anhaltende Instabilität

Zahlreiche bewaffnete Einheiten sind präsent, darunter Milizen, Soldaten der Zentralafrikanischen Streitkräfte und russische Söldner der früheren Wagner-Gruppe, die seit mehreren Jahren die reguläre Armee der ehemaligen französischen Kolonie unterstützen. Seit geraumer Zeit ist die Lage in der Präfektur Haut-Mbomou, einer der 20 Präfekturen des Landes an der Grenze zum Sudan und zur Demokratischen Republik Kongo, von einer schweren humanitären und sicherheitspolitischen Krise geprägt, die mit gravierenden Problemen hinsichtlich des Überlebens der lokalen Gemeinschaften, der Vertreibung und des Zugangs zu humanitärer Hilfe einhergeht.

Fides nennt drei Faktoren der Instabilität: „eine starke Präsenz bewaffneter Gruppen (insbesondere Azande-/Zande-Milizen), ethnische Spannungen und Rivalitäten um die Kontrolle über Territorium und Ressourcen sowie heftige Konflikte zwischen zentralafrikanischen Soldaten und den Männern der Wagner-Gruppe, dem russischen privaten Militärunternehmen, das seit mehreren Jahren im Land präsent ist und die reguläre Armee (Forces Armées Centrafricaines, FACA) unterstützt“.

(vatican news/fides/acs/kap/kna - sst) 

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01. Juli 2026, 15:58