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Januar 2026: Marsch für das Leben in Washington DC Januar 2026: Marsch für das Leben in Washington DC  (2026 Getty Images)

USA: Bischöfe rufen zu Gebet und Handeln gegen Abtreibung auf

Die katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten haben angesichts steigender Abtreibungszahlen und der deutlichen Erleichterung medikamentöser Schwangerschaftsabbrüche zu einer landesweiten Gebets- und Aktionsinitiative aufgerufen. Sie warnen vor gesundheitlichen Risiken und fordern die Gläubigen zum konkreten Eintreten für den Schutz des ungeborenen Lebens auf.

In einer gemeinsamen Erklärung vom 27. Juli äußerten der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Paul S. Coakley von Oklahoma City, und Bischof Daniel E. Thomas, Vorsitzender des Ausschusses für Lebensschutz, ihre Sorge über die zunehmende Verfügbarkeit der Abtreibungspille „Mifepriston“.

Jede Abtreibung bedeutet den Tod eines Kindes und schadet der Mutter

„Jede Abtreibung bedeutet den Tod eines Kindes und schadet der Mutter. Durch den erleichterten Zugang zu Abtreibungspillen steigt die Zahl der Abtreibungen auf tragische Weise weiter an, ebenso wie die gesundheitlichen Risiken“, warnen die Bischöfe.

Kritik üben sie vor allem an einer unter der Biden-Regierung eingeführten Regelung, die den Versand von „Mifepriston“ per Post erlaubt. Diese Regelung ist bislang auch unter der aktuellen Trump-Regierung in Kraft geblieben. Zwar hat das US-Justizministerium angekündigt, eine Überprüfung der Sicherheit des Medikaments durch die US-Arzneimittelbehörde FDA abzuwarten, aber Zeitpunkt und Umfang dieser Prüfung sind noch unklar.

Landesweite Versandstruktur für Abtreibungspillen geschaffen

Nach Auffassung der Bischöfe hat die FDA mit der Zulassung von Verschreibungen per Telemedizin sowie dem Vertrieb über Apotheken und Online-Anbieter eine landesweite Versandstruktur für Abtreibungspillen geschaffen. Dadurch würden die Gesetze einzelner Bundesstaaten zum Schutz ungeborenen Lebens umgangen. Zudem bestehe die Gefahr, dass Frauen einen Schwangerschaftsabbruch ohne medizinische Begleitung zu Hause durchführen müssten oder durch gewalttätige Partner beziehungsweise Menschenhändler unter Druck gesetzt würden.

US-Bischofskonferenz: Verbreitung von Abtreibungspillen stoppen

Die US-Bischofskonferenz lädt Katholiken daher bis Ende Oktober – dem in den Vereinigten Staaten begangenen „Respect Life Month“ – zu einer Zeit des Gebets und des konkreten Handelns ein. Um die Verbreitung von Abtreibungspillen zu stoppen, werden die Gläubigen aufgerufen, um die Fürsprache des heiligen Josef, „Verteidiger des Lebens“, zu bitten und Apotheken und Pharmaunternehmen anzuschreiben, die am Vertrieb der Abtreibungspille beteiligt sind.

(osvnews - skr)
 

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29. Juli 2026, 09:48