Monsun in Indiens Himalaya-Region - schon über 120 Tote
In den nördlichen, an den Himalaya grenzenden Bundesstaaten hätten Hunderttausende Menschen wegen der Fluten ihre Häuser verlassen müssen. Straßen und Brücken seien weggespült, und der Bahnverkehr sei unterbrochen worden. Alleine in Assam im Nordosten seien seit Montag 21 Menschen in den Fluten gestorben. Die Zahl der Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten, habe sich seit Sonntag auf inzwischen 560.000 annähernd verdoppelt.
Weitere Unwetterwarnungen
Das indische Wetteramt IMD hat zudem eine Unwetterwarnung für die kommenden zwei Tage herausgegeben und vor anhaltendem starken Regen, Sturzfluten, Erdrutschen sowie Bodenabsenkungen gewarnt.
Ursache des Starkregens ist laut Experten ein Tiefdrucksystem. Trifft ein solches System auf den Sommermonsun, verstärken sich die Niederschläge erheblich. Nach Einschätzung vieler Klimaforscher erhöht der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit solcher extremer Starkregenereignisse. Wetter- und Klimaexperten rechnen als Folge des Wetterphänomens El Niño in diesem Jahr aber für ganz Indien mit einem insgesamt schwächeren Monsun. So hat es in anderen Landesteilen weniger geregnet als gewöhnlich. Der Juni war nach Angaben des IMD der fünfttrockenste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1901. El Niño verursacht durch veränderte Windströmungen im Pazifik extreme Trockenheit in Südostasien, Ostaustralien und Teilen Afrikas.
(kna - cs)
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