Kikuchi: Die Kirche in Asien – Vereint in einem Glauben
Deborah Castellano Lubov und Mario Galgano - Vatikanstadt
Kikuchi verwies auf die Rahmenbedingungen der katholischen Ortskirchen, die mit Ausnahme der Philippinen im gesellschaftlichen Kontext nahezu überall eine Minderheit darstellen. Trotz der Vielfalt an Sprachen, Kulturen und politischen Systemen stünden die Gemeinschaften vor ähnlichen Aufgaben. Als zentrales Element hob der Kardinal die Notwendigkeit des Dialogs hervor – sowohl mit den Anhängern anderer Religionen als auch im Kontext von Armutsbekämpfung und ökologischen Fragen.
Ein wesentliches Thema der Konferenz bildete die Binnen- und Grenzmigration innerhalb Asiens. Der Kardinal wies auf die Notwendigkeit hin, die seelsorgliche Betreuung mobiler Bevölkerungsgruppen zu verstärken und grenzüberschreitende Kooperationen aufzubauen. Am Beispiel seiner eigenen Diözese Tokio erläuterte er die veränderte Zusammensetzung der Gläubigen durch den Zuzug von Arbeitskräften aus Ländern wie den Philippinen und Vietnam. Diese Entwicklung erfordere eine Anpassung der Erfassungs- und Betreuungsstrukturen, um der Vielfalt innerhalb der Gemeinden gerecht zu werden.
Darüber hinaus wurde der Schutz der Menschenwürde im gesellschaftlichen Wandel thematisiert. Bezüglich der jüngsten päpstlichen Enzyklika Magnifica humanitas und deren Bezug zu technologischen Entwicklungen sowie künstlicher Intelligenz erklärte Kikuchi, dass das Medieninteresse im technologisch geprägten Japan hoch sei, eine abschließende Bewertung jedoch erst nach Vorliegen der offiziellen Übersetzungen erfolgen könne.
(vatican news)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..