Archivbild: Kardinal Tarcisio Kikuchi Archivbild: Kardinal Tarcisio Kikuchi  (Vatican Media)

Kikuchi: Die Kirche in Asien – Vereint in einem Glauben

Anlässlich der Vollversammlung der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen (FABC) im indonesischen Jakarta hat der Generalsekretär des Verbandes und Erzbischof von Tokio, Kardinal Tarcisius Isao Kikuchi, Einblicke in die Beratungen von über 120 Bischöfen und Kardinälen gegeben. Das Treffen, das an diesem Sonntag endet, widmet sich der Bestandsaufnahme und Ausrichtung der kirchlichen Arbeit im asiatischen Raum.

Deborah Castellano Lubov und Mario Galgano - Vatikanstadt

Kikuchi verwies auf die Rahmenbedingungen der katholischen Ortskirchen, die mit Ausnahme der Philippinen im gesellschaftlichen Kontext nahezu überall eine Minderheit darstellen. Trotz der Vielfalt an Sprachen, Kulturen und politischen Systemen stünden die Gemeinschaften vor ähnlichen Aufgaben. Als zentrales Element hob der Kardinal die Notwendigkeit des Dialogs hervor – sowohl mit den Anhängern anderer Religionen als auch im Kontext von Armutsbekämpfung und ökologischen Fragen.

Ein wesentliches Thema der Konferenz bildete die Binnen- und Grenzmigration innerhalb Asiens. Der Kardinal wies auf die Notwendigkeit hin, die seelsorgliche Betreuung mobiler Bevölkerungsgruppen zu verstärken und grenzüberschreitende Kooperationen aufzubauen. Am Beispiel seiner eigenen Diözese Tokio erläuterte er die veränderte Zusammensetzung der Gläubigen durch den Zuzug von Arbeitskräften aus Ländern wie den Philippinen und Vietnam. Diese Entwicklung erfordere eine Anpassung der Erfassungs- und Betreuungsstrukturen, um der Vielfalt innerhalb der Gemeinden gerecht zu werden.

Darüber hinaus wurde der Schutz der Menschenwürde im gesellschaftlichen Wandel thematisiert. Bezüglich der jüngsten päpstlichen Enzyklika Magnifica humanitas und deren Bezug zu technologischen Entwicklungen sowie künstlicher Intelligenz erklärte Kikuchi, dass das Medieninteresse im technologisch geprägten Japan hoch sei, eine abschließende Bewertung jedoch erst nach Vorliegen der offiziellen Übersetzungen erfolgen könne.

(vatican news)

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25. Juli 2026, 12:03