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Statue der Jungfrau Maria im Wahlfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina (Archivbild) Statue der Jungfrau Maria im Wahlfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina (Archivbild)  (@Our Lady Queen of Peace in Medjugorje)

Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wiederhergestellt

Nach den Schändungen mehrerer Gebetsstätten im Marienwallfahrtsort Medjugorje hat die Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina die Ermittlungen übernommen und die Verhängung der Untersuchungshaft gegen den festgenommenen Tatverdächtigen angekündigt.

Dem 31-jährigen polnischen Staatsbürger wird die Beschädigung beziehungsweise Zerstörung religiöser Objekte vorgeworfen. Nach bosnischem Strafrecht droht dafür eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Der Verdächtige war am Dienstag nach einer großangelegten Fahndung in der Ortschaft Cerno bei Ljubuski festgenommen worden. Er soll am Mittwoch der Staatsanwaltschaft überstellt werden.

Folgen des Angriffs weitgehend beseitigt

Unterdessen hat der Wallfahrtsort die Folgen des Angriffs innerhalb weniger Stunden weitgehend beseitigt. Mitglieder der Pfarrgemeinde, Jugendliche der Gemeinschaft Cenacolo sowie zahlreiche Freiwillige entfernten die Schmierereien an den Marienstatuen auf dem Erscheinungsberg Podbrdo. Die Reinigung weiterer beschädigter Gebetsorte soll am Mittwoch abgeschlossen werden.

Auch der durch einen Brand beschädigte Außenaltar der Pfarrkirche St. Jakobus wurde noch am selben Tag instandgesetzt. Das abendliche Gebetsprogramm mit Rosenkranz, Eucharistiefeier und eucharistischer Anbetung konnte deshalb wie vorgesehen am Außenaltar stattfinden. Während der Anbetung versammelten sich zahlreiche Gläubige zu einem Gebet der Wiedergutmachung.

Pfarrei bekräftigt erneut Aufruf zum Gebet

Die Pfarrei Medjugorje bekräftigte erneut ihren Aufruf, auf die Ereignisse "mit Gebet, Fasten und Vergebung" zu antworten und für die Umkehr des Täters sowie für den Frieden zu beten. Das Heiligtum bleibe uneingeschränkt für Pilger geöffnet, alle liturgischen Feiern und auch das am Samstag beginnende Internationale Jugendfestival "Mladifest" würden wie geplant stattfinden.

Die Schändungen hatten sich in den frühen Morgenstunden des Dienstags ereignet. Dabei wurden mehrere Marienstatuen auf dem Erscheinungsberg Podbrdo und am sogenannten Blauen Kreuz mit schwarzer Farbe beschmiert, Transparente mit Botschaften gegen Medjugorje und die Seher angebracht sowie der Außenaltar der Pfarrkirche in Brand gesetzt. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Noch am Dienstag hatte die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.

Tatverdächtiger Medjurgorje-Pilger

Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen 31-jährigen Polen, der in seinem Heimatland zuvor durch Zeugnisse über seine Pilgerfahrt nach Medjugorje und seine Bekehrung zum katholischen Glauben bekannt geworden war. Die bosnischen Ermittlungsbehörden haben seine Identität bislang offiziell nicht bestätigt. Das Motiv der Tat ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

(kap - sc)

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29. Juli 2026, 13:37