Frauen in Afrika Frauen in Afrika  (AFP or licensors)

UNO: Rassismus gefährdet Gesundheit afrikanischer Frauen

Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen afrikanischer Abstammung an diesem Samstag haben die Vereinten Nationen auf bestehende Benachteiligungen beim Zugang zu medizinischer Versorgung aufmerksam gemacht. Nach Analysen der Organisation führen struktureller Rassismus, geschlechtsspezifische Diskriminierung und sozioökonomische Unterschiede weiterhin zu Einschränkungen im Gesundheitssektor.

Untersuchungen des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) belegen diese Ungleichheiten am Beispiel der Müttersterblichkeit auf dem amerikanischen Kontinent. Den Daten zufolge liegt das Mortalitätsrisiko für Frauen afrikanischer Abstammung in Ländern wie Brasilien, Kolumbien und Ecuador deutlich über dem jeweiligen nationalen Durchschnitt.

Vor diesem Hintergrund forderten Vertreter der Vereinten Nationen die Mitgliedstaaten auf, Diskriminierungsstrukturen im Gesundheitswesen abzubauen und Versorgungsangebote bedarfsgerecht anzupassen. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören eine präzisere Datenerhebung zur Erfassung von Ungleichheiten sowie eine stärkere Einbindung betroffener Gruppen in entscheidungstragende Prozesse. Der Gedenktag, der von der UN-Generalversammlung im Jahr 2024 eingerichtet wurde, soll die international eingegangenen Verpflichtungen zur Bekämpfung von Rassismus und Benachteiligung im Bewusstsein halten.

(sir - mg)

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25. Juli 2026, 12:30