USA: Kirchenrechtler fordern Schutz des Glaubens durch Aufarbeitung von Missbrauch
In seinem Beitrag verwies der Bischof auf die historische Rolle von Papst Benedikt XVI. Der damalige Kardinal Joseph Ratzinger stieß im Jahr 2001 mit dem Regelwerk Sacramentorum Sanctitatis Tutela von Papst Johannes Paul II. die erste kirchenrechtliche Gesetzgebung an, die sich ausdrücklich mit dem sexuellen Missbrauch Minderjähriger befasste. Damit schuf der spätere Papst ein Fundament, das Missbrauch nicht allein als individuelle Verfehlung begriff, sondern als Gefahr für das Wesen und die Glaubwürdigkeit der Kirche selbst.
Die Tagung unterstrich die Notwendigkeit, Betroffenen Glauben zu schenken und Hemmschwellen beim Offenlegen von Taten abzubauen. Experten aus den Bereichen Strafverfolgung und Seelsorge erläuterten, dass Traumata oft erst nach Jahrzehnten zur Sprache gebracht werden. Frühere gesellschaftliche und kirchliche Strukturen hätten Berichte von Betroffenen häufig unterdrückt.
Ergänzend wurden Maßnahmen der Prävention und die Reform kirchlicher Kontrollgremien vorgestellt. Die Diözese Palm Beach richtet ihre Schutzkonzepte neu aus, um durch regelmäßige Schulungen, verbindliche Verhaltenskodizes und getrennte Prüfungsgremien für Minderjährige und Erwachsene eine lückenlose Überprüfung von Vorwürfen zu gewährleisten.
(ovs - mg)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..