Christen und Konfuzianer beschließen in Seoul engere Zusammenarbeit
Mario Galgano - Vatikanstadt
Die von Vertretern des Vatikans, der Koreanischen Bischofskonferenz sowie der Konfuzianischen Akademie Chinas und Koreas getragene Konferenz widmete sich dem Thema einer idealen Gesellschaftsordnung und des friedlichen Zusammenlebens.
In dem Abschlussdokument sprechen sich die Teilnehmenden für eine dauerhafte Zusammenarbeit in Forschung, Bildung und konkreten Initiativen aus. Die Herausforderungen der Gegenwart ließen sich nach Auffassung der Unterzeichnenden nicht allein durch Wirtschaft oder Technik bewältigen: „Sie erfordern ethische Weisheit, spirituelle Tiefe, Gemeinschaftssinn und ein erneuertes Engagement für die Würde jedes menschlichen Wesens und das Gemeinwohl.“
Trotz unterschiedlicher religiöser und philosophischer Grundlagen hoben die Delegierten zahlreiche gemeinsame Überzeugungen hervor. Ein zentraler Punkt der Erklärung betrifft das menschliche Zusammenleben sowie die Führung gesellschaftlicher Institutionen: „Eine gerechte und friedliche Gesellschaft hängt von einer Führung ab, die in Integrität, Demut, Dienstbereitschaft und der Ausrichtung auf das Gemeinwohl verwurzelt ist.“ Zudem formulierten die Teilnehmenden den Anspruch, dass im Zeitalter des technologischen Wandels „jeder technologische Fortschritt aktiv dazu beiträgt, die menschliche Würde und ethische Werte zu stärken“.
Abschließend vereinbarten die Vertretungen beider Traditionen, insbesondere junge Menschen verstärkt in den Dialog einzubinden und gemeinsam für den Schutz der Umwelt sowie die Unterstützung bedürftiger Bevölkerungsgruppen einzustehen.
(vatican news)
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