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Libanon: UN-Menschenrechtskommissar lobt Ende der Todesstrafe

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat die Entscheidung des libanesischen Parlaments zur Abschaffung der Todesstrafe begrüßt. „Der Libanon ist damit das erste Land der Region, das diesen Schritt vollzieht", sagte er. Am Dienstag hatte das Parlament in Beirut eine entsprechende Gesetzesänderung gebilligt. Demnach dürfen Gerichte künftig keine Todesurteile mehr verhängen.

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk reagierte erfreut auf die Abschaffung der Todesstrafe im Libanon und rief die anderen Staaten in der Region, die an der Todesstrafe festhalten, auf, „diesem Beispiel zu folgen und diese unmenschliche Praxis zu beenden". In einem Land, das von verheerenden Angriffen getroffen wurde und tiefes Leid und schwere Verluste erlebt, sei diese Entscheidung ein starkes und prinzipienfestes Bekenntnis zum Recht auf Leben. Das Gesetz müsse jetzt rasch vom Präsidenten gebilligt und unterschrieben werden. Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurde im Libanon seit dem Jahr 2004 keine Hinrichtung mehr vollstreckt. Den Angaben zufolge befanden sich Ende Jänner 2026 noch 85 Personen im Todestrakt.

Papst: Todesstrafe ist Angriff auf Menschenwürde

Die katholische Kirche lehnt die Todesstrafe ab. Papst Leo XIV. bezeichnete sie einmal als „Angriff auf die Unverletzlichkeit und Würde der Person“.

(kap/kna - sst)

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12. August 2026, 14:56