Mladifest in Medjugorje Mladifest in Medjugorje 

„In Medjugorje haben wir Frieden und Neubeginn gefunden“

Mit einem feierlichen Sendungsgottesdienst ist am Mittwochabend das 37. Internationale Jugendfestival (Mladifest) in Medjugorje zu Ende gegangen.

Am vierten Tag des Festes feierte der Apostolische Visitator für die Pfarrei Medjugorje, Erzbischof Aldo Cavalli, auf dem Freialtar der Pfarrkirche St. Jakobus die Eucharistie. In seiner Predigt bezeichnete er Medjugorje als einen „Garten voller Früchte der Gnade, des Friedens, des Glaubens und neuen Lebens“, in dem Maria, die Mutter Jesu und Mutter Gottes, gegenwärtig sei.

An die zahlreichen jungen Pilger richtete der Apostolische Visitator eine klare Botschaft: Christus lebe, sei von den Toten auferstanden und bleibe stets gegenwärtig. Unter Bezugnahme auf die Botschaft von Papst Leo XIV. rief er dazu auf: „Vergesst Jesus niemals. Kehrt zu Jesus, dem Sohn Gottes, zurück.“

Begegnung mit Christus wiederentdecken

Der Erzbischof erläuterte, dass die Begegnung mit Christus besonders durch das Evangelium, die Eucharistie und das Sakrament der Versöhnung geschehe. Das Evangelium sei das lebendige Wort Gottes, die Eucharistie die wirkliche Gegenwart Christi, und im Sakrament der Beichte begegne der Gläubige der vergebenden Liebe Gottes.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Cavalli auch der Rolle der Gottesmutter. Maria begleite die Gläubigen „unaufdringlich, treu und wirksam“, so wie sie Jesus auf seinem Lebensweg begleitet habe. Deshalb ermutigte er die Jugendlichen, sich ihrer Fürsprache anzuvertrauen.

Zum Abschluss seiner Predigt beschrieb der Erzbischof Medjugorje als einen Ort, den Jesus und Maria den Menschen geschenkt hätten: einen „Garten voller Gnade, Frieden, Glauben, neuen Lebens sowie Kreativität und Freude“. Er lud die jungen Menschen ein, diesen geistlichen Ort als Raum der persönlichen Begegnung mit Christus zu entdecken.

Keinen Hass im Herzen wachsen lassen

Bischof Petar Palic stellte in seiner Predigt Christus als die eigentliche Quelle des Lebens in den Mittelpunkt. Viele Teilnehmer seien mit Dank, Sorgen oder offenen Fragen nach Medjugorje gekommen. Entscheidend sei jedoch, dass der Weg nicht bei den Erfahrungen dieser Tage stehen bleibe. In der Eucharistie schenke Christus sich selbst und aus ihr lebe die Kirche immer neu. Auch der heilige Franz von Assisi habe seine Kraft aus der Begegnung mit Christus in der Eucharistie geschöpft. „Christus ist unsere Quelle, und seine Gnade hört nicht auf zu fließen“, betonte Palic.

Mit Blick auf den kroatischen „Gedenktag des Sieges“ erinnerte der Bischof an die Opfer der Kriege in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Besonders die anwesenden junge Menschen aus Regionen, die bis heute unter den Folgen von Konflikten weltweit litten, rief er dazu auf, keinen Hass in ihren Herzen wachsen zu lassen. Frieden beginne dort, wo Menschen Christus ihr Leben anvertrauen.

Das diesjährige Festival habe zudem gezeigt, dass auch schmerzliche Ereignisse den Glauben nicht überwinden könnten. Damit spielte Palic auf den Vandalismus an mehreren Gebetsstätten wenige Tage vor Beginn des Jugendfestivals an. Die Kirche habe sich dennoch erneut um den Altar versammelt und die Eucharistie gefeiert – „das ist die Antwort des Glaubens“, sagte der Bischof.

Rosenkranz als Zeichen der Aussendung

Zum Abschluss der Messe wurden Vertreter aller Teilnehmerländer vor den Altar gerufen und erhielten von Palic und Erzbischof Cavalli einen Rosenkranz als Zeichen der Aussendung. Pfarrer Zvonimir Pavicic ermutigte die Jugendlichen, als Zeugen des Evangeliums in ihre Familien, Pfarren und Heimatländer zurückzukehren. Nach der Eucharistie bildeten eucharistische Anbetung, die feierliche Sendung und der Abschied den Schlusspunkt des Festivals, gefolgt von über einer Stunde Tanz zu geistlichen Liedern.

Am Nachmittag hatten Mitglieder der Gemeinschaft Cenacolo mit Musik und persönlichen Lebenszeugnissen das Programm gestaltet. Ehemalige Drogen-, Alkohol- und Spielsüchtige sowie junge Menschen, die von Depressionen, digitalen Abhängigkeiten oder familiären Krisen berichteten, schilderten ihren Weg zu einem Neubeginn im Glauben und luden die Teilnehmer ein, Gott ihr persönliches „Ja” zu schenken.

Den eigentlichen Abschluss des Mladifests bildete am Donnerstagmorgen traditionell die Bergmesse auf dem Krizevac oberhalb von Medjugorje, zu der Tausende Jugendliche im Morgengrauen aufstiegen.

„Ad fontem!“ 

Das 37. Internationale Jugendgebetsfestival stand unter dem Motto „Ad fontem!“ („Zur Quelle!“) und hatte mehr als 50.000 junge Menschen aus rund 70 Ländern versammelt, die in Medjugorje gemeinsam beteten, die Sakramente feierten und ihren Glauben vertieften.

Mit Informationen von Aldo Sinkovic aus Medjugorje

(vatican news/kap – aldo sinkovoc/pr)
 

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06. August 2026, 11:05