Mexikanische Bischöfe schlagen Alarm: Zunahme von Menschenhandel
Besonders Migranten, Landarbeiter sowie Angehörige indigener und afro-mexikanischer Gemeinschaften geraten zunehmend in das Visier krimineller Netzwerke. Diskriminierung, Rassehass und eine unzureichende staatliche Schutzfunktion begünstigen nach Angeben der Oberhirten die Anwerbung durch Syndikate. Die Banden nutzen den Organ- und Menschenhandel zur Finanzierung ihrer Aktivitäten und zwingen Opfer unter Androhung von Gewalt zur Zusammenarbeit mit Drogenkartellen.
Die Ausbeutung erstreckt sich zudem auf die Zwangsprostitution und Ausbeutung in Form von Zwangsarbeit im Haushalt, in Tourismusgebieten und Industriezentren. Die Bischöfe bezeichnen diese Praktiken als moderne Form der Sklaverei und eine schwere Verletzung der menschlichen Würde. Wer diesen Zuständen nicht mit Entschlossenheit entgegentrete oder sie dulde, mache sich mitschuldig. Vor diesem Hintergrund rufen die Vertreter der Kirche zu verstärkten Präventionsmaßnahmen, gezielter Aufklärung und einem konsequenten Schutz der Betroffenen auf.
(sir - mg)
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