Größte Marienstatue Europas in Polen geweiht: „Sie führt uns zu Gott“
Don Paweł Rytel-Andrianik - Vatikanstadt
„Der Ort, an dem wir uns befinden, ist kein Zufall, es ist ein Ort, an dem Pilger beten“, erklärte Bischof Krzysztof Wętkowski von der Diözese Włocławek in seiner Predigt während der Heiligen Messe und der Weihe der Marienstatue in Konotop. Er betonte, dass „diese monumentale Marienstatue in der Nähe der Kapelle steht, in der seit Jahrzehnten die Schmerzensmutter verehrt wird“. Zu ihr pilgern Menschen aus den umliegenden Orten.
Ein Ort des Gebets für Pilger
Das Bauwerk steht zwischen Feldern im zentralpolnischen Dorf Konotopie, das knapp 140 Einwohner zählt. Die Marienfigur übertrifft mit ihren 55 Metern Höhe die Gottesmutter-Skulptur in der Nähe der westfranzösischen Kleinstadt Miribel, die bisher die größte in Europa war, um rund 20 Meter. Auch als die berühmte Jesus-Statue in Rio de Janeiro ist niedriger als die Statue in Polen. In einer Höhe von über 15 Metern befindet sich eine Aussichtsplattform.
Bischof Wętkowski bezog sich bei seinen Ausführungen zur Botschaft der Statue Unserer Lieben Frau der Barmherzigkeit auf die Predigt von Leo XIV. in der Basilika Sagrada Familia in Barcelona. Der Papst hatte gesagt: „Wenn wir den Turm Jesu Christi bewundern, richten wir unseren Blick auf ihn, auf den, der allein uns die Wahrheit Gottes und die Wahrheit über uns selbst offenbart.“
„Hier in Konotopie richten wir unseren Blick nach oben, wir richten unseren Blick auf Maria, die uns zu Gott führt. Ja, die Muttergottes der Barmherzigkeit soll uns an Gott erinnern. In diesem Bild nimmt Maria uns alle auf, beugt sich zu uns herab und breitet die Arme aus, um uns einzuladen, den Blick zu Gott und zum Himmel zu erheben. In diesem Zusammenhang fügte er hinzu, dass „viele Menschen unserer Zeit ihren Blick nur auf die Erde richten und nur auf sich selbst schauen“.
Die Diözese und die Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit
In Bezug auf den Titel der Statue „Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit“ betonte Bischof Wętkowski, dass in derselben Diözese Włocławek, in Świnice Warckie, die heilige Faustina Kowalska, die Apostelin der Göttlichen Barmherzigkeit, geboren wurde. Hier wurde sie getauft und empfing die Erstkommunion.
Dankesgelübde
Anlässlich der Weihe der Statue der Muttergottes der Barmherzigkeit in Konotopie bemerkte Bischof Wętkowski: „Dieses Denkmal ist ein persönliches Dankesgelübde des Stifters. Daher gilt unser Dank den Stiftern, auf deren Initiative hin die Statue Unserer lieben Frau der Barmherzigkeit errichtet wurde, sowie den Planern, Architekten und Bauarbeitern.“
Bei den genannten Initiatoren und Stiftern des Baus der Marienstatue handelt es sich um die Eheleute Grażyna und Roman Karkosik. Das Denkmal entstand als Ausdruck ihrer Dankbarkeit.
(vatican news/kap - cs)
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