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Ukrainische Frauen, die Mahlzeiten für Frontsoldaten zubereiten Ukrainische Frauen, die Mahlzeiten für Frontsoldaten zubereiten 

Ukraine: Hilfe aus dem Vatikan für eine Solidaritätsküche

In einem Dorf im Nordwesten der Ukraine hat die Freiwillige Tetiana Pinchuk eine Solidaritätsküche für Soldaten eingerichtet, die auch im Vatikan überzeugte. Vergangene Woche besuchte ein Mitarbeiter der Nuntiatur, der päpstlichen Vertretung in Kyiv, die Frauen, die das Projekt betreuen, und übergab eine Hilfslieferung des Nächstenliebe-Dikasteriums im Vatikan. Wir sprachen mit dem Priester, der als Bote und Hoffnungsgeber unterwegs war.

Svitlana Dukhovych – Vatikanstadt

Tetiana Pinchuk hatte sich an die Nuntiatur gewandt und um Hilfe gebeten, erzählt Pater Viktor Bilous, der entsandte Mitarbeiter der päpstlichen Vertretung. „Der Apostolische Nuntius in der Ukraine, Erzbischof Visvaldas Kulbokas, hat mich beauftragt, mich um diese Angelegenheit zu kümmern und ein Projekt auszuarbeiten, das wir anschließend an die Apostolische Almosenverwaltung im Vatikan geschickt haben“, so der Priester. „Innerhalb ziemlich kurzer Zeit hat die Almosenverwaltung eigens für diesen Zweck Hilfe bereitgestellt. Und ich hatte die wunderbare Gelegenheit, in die Region Riwne, ins Dorf Berestia, zu reisen, um diese Hilfe persönlich zu übergeben.

Tetiana in ihrer Küche
Tetiana in ihrer Küche

Tetianas Idee

Tetiana hat im Lauf der Zeit viele ukrainische Frauen aus ihrem Dorf und den umliegenden Ortschaften um sich versammelt, um Mahlzeiten für die ukrainischen Soldaten in sogenannten „Retort“-Beuteln zuzubereiten. Diese speziellen Verpackungen sichern eine lange Haltbarkeit der Lebensmittel ohne Kühlschrank. Die Frauen treffen sich regelmäßig bei Tetiana, die zu Hause eigene Räume für die Zubereitung der Speisen eingerichtet hat. „Als wir dort ankamen, wurden wir mit großer Gastfreundschaft empfangen, womit ich nicht gerechnet hatte“, erzählt Pater Viktor. „Wir waren gemeinsam mit dem Pfarrer der lateinischen katholischen Kirche von Sarny dort, da es sich um das Gebiet dieser Pfarrei handelt. Man empfing uns mit traditionellem Brot, das eigens für uns gebacken worden war, und erklärte uns den gesamten Zubereitungsprozess der Gerichte – von A bis Z.“

Die Hilfe des Papstes

Die Hilfe aus dem Vatikan hatte für diese Freiwilligen eine doppelte Bedeutung hat, wie der Priester anmerkt. Es handelt sich um gläubige Frauen, die nicht der katholischen Kirche angehören, sondern Orthodoxe oder Protestantinnen sind. „Ich hätte nicht erwartet, dass sie so sehr betonen würden, dass sie die Hilfe gerade von der Apostolischen Almosenverwaltung erhalten haben“, erklärt der Priester. „Sogar als sie uns empfingen, sagten sie: ‚Vertreter des Papstes sind zu uns gekommen.‘ Und sie haben diese Nachricht in den sozialen Netzwerken verbreitet. Wir haben gemeinsam gebetet, ich habe die Speisen gesegnet, und wir haben auch für unsere Soldaten gebetet.“ Zweitens, so erklärte Pater Viktor, wollten sie, dass auch andere die Hilfe des Vatikans und des Papstes durch seinen Almosenpfleger sehen, was wiederum andere dazu bewegen könnte, sich zu engagieren und sich noch stärker an diesem Werk zu beteiligen.

Der Priester Viktor Bilous
Der Priester Viktor Bilous

Die akribische Arbeit von 10 Frauen

„Was mich bewegt hat, ist die Tatsache, dass sich die Freiwilligen selbst organisiert haben und stets sehr auf die Vorsehung und die göttliche Hilfe vertraut haben, da ihnen nur wenige persönliche Ressourcen zur Verfügung stehen“, erzählt der Mitarbeiter der Nuntiatur in der Ukraine. „Mich hat auch das Engagement sowohl von Tetiana als auch von diesen Frauen, die ihr helfen, bewegt, denn es handelt sich um eine schwierige Arbeit. Ich habe die großen Kessel gesehen, in denen das Essen zubereitet wird, dann das Abfüllen der Speisen in Retortenbeutel und schließlich deren Einlegen in die Apparate zur Sterilisation und Wärmebehandlung. All das erfordert auch körperliche Anstrengung. Der Apparat muss auf einen Gasherd gestellt und anschließend wieder heruntergenommen werden. Danach werden die Beutel mit Etiketten versehen, die Informationen zum Essen enthalten, in Kartons verpackt und dann an die Soldaten an verschiedenen Stellen der Front verschickt. Es ist eine ununterbrochene Arbeit. Allein die Zubereitung einer solchen Charge dauert einen ganzen Tag. An dieser Arbeit sind etwa zehn Frauen beteiligt; manchmal mehr, manchmal weniger.“

In der Küche abgepackte Lebensmittel von langer Haltbarkeit
In der Küche abgepackte Lebensmittel von langer Haltbarkeit

Das Schöne an der Kirche

Der Priester erklärte, dass der Staat seine Soldaten im Allgemeinen mit Lebensmitteln versorgt und es auf den ersten Blick so aussieht, als gäbe es keinen Bedarf mehr dafür, dass sich Freiwillige in diesem Bereich engagieren. Die von den Freiwilligen angebotenen Mahlzeiten sind aber länger haltbar, von guter Qualität und sie schmecken besser. „Wenn die Soldaten also die Kontaktdaten der Freiwilligen haben, die sich darum kümmern“, bemerkte er, „wenden sie sich direkt an sie, um gutes Essen zu erhalten und somit mehr Ausdauer für ihren extrem harten Dienst an der Front zu haben.“

Die Freiwilligen bereiten in letzter Zeit vor allem Getreidegerichte zu – Buchweizen, Gerste, Reis usw. In einigen Fällen werden diese Lebensmittel den Soldaten sogar per Drohne zugestellt. Die Soldaten berichten, dass der Lebensmittelbeutel während der Bombardements zwar beschädigt werden kann, die Getreideprodukte jedoch aufgesammelt werden können. „Es ist klar, dass es sehr wichtig ist, solche kleinen Initiativen zu unterstützen, da sehr viele Menschen an dieser Arbeit beteiligt sind und sehr viele Soldaten eine gute und hochwertige Verpflegung erhalten“, betont Pater Viktor.

Der Apparat, der für die lange Haltbarkeit der Lebensmittel sorgt
Der Apparat, der für die lange Haltbarkeit der Lebensmittel sorgt

Der Priester fügt hinzu, dass er als Mitarbeiter der Apostolischen Nuntiatur in Kiew die Gelegenheit habe, zu sehen, wie schön und wirksam die Kirche, die Weltkirche, sei. „Da die Nuntiatur verschiedene Projekte koordiniert, habe ich die Möglichkeit zu sehen, wie all dies abläuft. Ich bin stolz darauf, dass die katholische Kirche so viel Gutes tun kann, ohne auf bessere Zeiten zu warten. Und das Gute, das sie tut, kommt gezielt bei den Menschen an, die es wirklich brauchen. Das beeindruckt mich immer wieder positiv, und ich freue mich, zumindest ein wenig an all dem beteiligt sein zu dürfen.“

(vatican news)

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26. August 2026, 12:52